Therapieoptionen bei chronisch entzündlichen Darmkrankheiten

Therapieoptionen bei chronisch entzündlichen Darmkrankheiten | Praxis Schleicher & Brückl

Therapieoptionen bei chronisch entzündlichen Darmkrankheiten

Rund um die Uhr muss unser Körper vor potenziell gefährlichen Erregern geschützt werden. Diese Aufgabe übernimmt das Immunsystem. Aber auch dem besten System passiert manchmal ein Fehler. Wenn zum Beispiel bestimmte Barrierestörungen im Darm vorliegen, können chronisch entzündliche Darmkrankheiten – kurz CED – entstehen.

Welche CEDs gibt es?

Die bekanntesten CEDs sind Colitis ulcerosa und Morbus Chron. Während bei der Colitis ulcerosa typischerweise der Dickdarm entzündet ist, kann die Chron-Krankheit in jedem Abschnitt des Verdauungstraktes auftreten – häufig ist aber das Ende des Dünndarms betroffen.
Diese Krankheiten treten schubweise auf, das heißt, dass die Beschwerden nicht immer gleich stark sind, sondern es auch Phasen gibt, in denen nur leichte oder sogar keine Symptome auftreten.

Was ist das Ziel einer Therapie?

Das Ziel einer CED-Therapie ist immer, die Beschwerden in einem akuten Schub zu lindern und weitere Entzündungen möglichst zu hemmen, damit der Magen-Darm-Trakt keine weiteren Schäden nimmt.

Welche Therapien gibt es?

Die Praxis Schleicher & Brückl hat ein eigenes Therapiekonzept bei CEDs entwickelt: Immuntherapie, Nahrungsmitteltests, Gegensensibilisierung, Eigenbluttherapie, Neuraltherapie, Infusionstherapie und bei schweren Fällen folgt eine Antikörpertherapie gegen TNF Alpha (Remicade Infusion).

Apheresetherapie

Besonders bei schweren Schüben kann eine Apherese helfen. Schon seit ihrer Dissertation beschäftigt sich Frau Dr. Schleicher-Brückl mit diesem Thema und ist mittlerweile Spezialistin auf diesem Gebiet.
Bei chronisch entzündlichen Darmkrankheiten wird eine sogenannte Plasmapherese durchgeführt. Bei der Apherese wird das Blut des Patienten aus einer Armvene entnommen und in eine Apheresemaschine geleitet. Dort wird im Falle des Plasmapherese das Blut zuerst in feste Bestandteile und das Blutplasma aufgetrennt. Das Plasma wird in der Maschine von toxischen Stoffen sowie den krankmachenden Antikörpern gegen den eigenen Verdauungstrakt gereinigt. Dadurch verringert sich die Konzentration dieser Antikörper im Blut und die Entzündung klingt schneller ab.

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Neues Buch: Der Immun-Code | Praxis Schleicher & Brückl

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Frau Dr. Schleicher-Brückl beschreibt anschaulich und verständlich, wie unser Immunsystem aufgebaut ist, aus welchen Bestandteilen es besteht sowie die Abwehrsysteme, die zur Immunabwehr gehören.
Unser Immunsystem schützt uns nur dann gut, wenn wir es durch eine entsprechende Ernährung und Lebensweise unterstützen. Im Immun-Code finden Sie Tipps und Ratschläge von Frau Dr. Schleicher-Brückl, wie Sie Ihr Immunsystem effizient unterstützen können.

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Jetzt NEU: Der Immun-Code – das neue Buch von Fr. Dr. Dorothea Schleicher-Brückl

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Frau Dr. Schleicher-Brückl arbeitet schon seit über 15 Jahren zusammen mit ihrem Vater in der Praxis Schleicher & Brückl, führt ein immunbiologisches Labor und ist in der systemischen Therapie ausgebildet. Ihr ist es immer wichtig, den Patienten als Ganzes zu betrachten und nicht nur Symptome zu bekämpfen.
Anschaulich und verständlich beschreibt sie in ihrem neuen Buch Der Immun-Code, wie unser Immunsystem aufgebaut ist, aus welchen Bestandteilen es besteht sowie die Abwehrsysteme, die zur Immunabwehr gehören.
Unser Immunsystem schützt uns nur dann gut, wenn wir es durch eine entsprechende Ernährung und Lebensweise unterstützen. Im Immun-Code finden Sie Tipps und Ratschläge von Frau Dr. Schleicher-Brückl, wie Sie Ihr Immunsystem vor Infektionen – und damit auch vor dem Coronavirus – effizient unterstützen können.

Der Immun-Code erscheint im März 2021 und ist überall dort erhältlich wo es Bücher gibt, auf Amazon und natürlich auch als eBook.
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Störungen des Immunsystems

Störungen des Immunsystems | Praxis Schleicher & Brückl

Störungen des Immunsystems

Unser Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk, das nicht nur in einem bestimmten Organ sitzt, sondern über den ganzen Körper verteilt arbeitet. Es schützt uns Tag und Nacht vor Bakterien, Viren, Pilzen oder anderen Erregern. Doch wie in jedem System, kann das Immunsystem auch von Störungen betroffen sein.

Was passiert bei einer Störung des Immunsystems?

Da das Immunsystem aus verschiedenen Komponenten besteht, wirkt sich schon die Schwäche einzelner Teile davon negativ auf den Schutzstatus aus. Die Abwehr kann nur dann funktionieren, wenn wir unserem Organismus mit einer gesunden Ernährung und Lebensweise unterstützen. Andernfalls kann es sogar zu chronischen Erkrankungen kommen.

Welche Störungen gibt es?

Infektionen

In unserem Alltag sind wir jeden Tag unzähligen Krankheitserregern ausgesetzt. Solange das Immunsystem intakt ist, merken wir gar nichts davon, denn es schützt uns vor dem Krankwerden. Ist das Immunsystem allerdings geschwächt oder der Erreger völlig unbekannt (wie zum Beispiel bei SARS-CoV-2), dann funktioniert die Abwehr nicht mehr richtig und wir werden krank.

Allergien

Allergien sind keine Schwäche des Immunsystems, sondern eine Überreaktion. Im Normalfall kann es sehr gut zwischen krankmachenden und harmlosen Stoffen aus der Umwelt unterscheiden. Bei Allergien allerdings hält das Immunsystems harmlose Substanzen wie Pollen, Tierhaare oder Hausstaub für gefährliche Erreger und gibt eine Immunantwort dagegen.

Autoimmunkrankheiten

Bei Autoimmunkrankheiten reagiert das Immunsystem noch drastischer als bei Allergien: es verwechselt sogar körpereigene Bestandteile mit fremden Antigenen. Das heißt, dass es Antikörper gegen eigene Zellen und Strukturen bildet und den Körper selbst angreift. Diese Störung führt in der Regel zu chronischen Erkrankungen wie zum Beispiel Rheuma, Diabetes mellitus Typ 1, Multiple Sklerose oder Morbus Chron.

Angeborene oder erworbene Immunschwächen

Bestimmte Störungen können sowohl angeboren als auch um Laufe des Lebens erworben werden. Sind die Erkrankungen angeboren, handelt es sich meist um sehr komplexe Krankheiten, die in verschiedene Gruppen eingeteilt werden, zum Beispiel: defekte Fresszellen, Antikörper-Mangel, Defekt der B- und T-Zellen oder ein Komplement-Mangel.

Die bekannteste erworbene Immunschwächeerkrankung ist AIDS. Verantwortlich dafür ist das HI-Virus, das die Zellen des Immunsystems angreift.  Damit können Erreger, die für Gesunde eigentlich harmlose sind, schwere Infektionen hervorrufen.

Das Immunsystem ist also ein sehr komplexes Geflecht, das sich aber prophylaktisch stärken und unterstützen lässt. Lesen Sie dazu gerne unsere Artikel:

Natürlich gibt es noch viele weitere Störungen des Immunsystems. Falls Sie sich für das Thema Immunsystem interessieren, dann ist das neue Buch von Frau Dr. Schleicher-Brückl genau das richtige für Sie: Der Immun-Code.

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Hoffnung auf Therapiemöglichkeit bei Coronavirus-Erkrankung: Antiviral wirksame Therapie mit Ivermectin

Hoffnung auf Corona-Therapie | Praxis Schleicher & Brückl

Hoffnung auf Therapiemöglichkeit bei Coronavirus-Erkrankung: Antiviral wirksame Therapie mit Ivermectin

Liebe Patientinnen und Patienten,
ich finde es phenomenal, wie die medizinische Forschung seit Beginn von Covid durchgestartet ist.
Wie wenn man einen Schalter gedrückt hätte, wurde und wird in allen Teilen der Welt geforscht, wie man COVID-19 begegnen kann.
Vieles, das sehr erfreuliche Ergebnisse liefert, wird leider nicht oder nur wenig in der Mainstream-Presse veröffentlicht. Besonders die Forschung und Zulassung bestimmter Impfstoffe sorgen aktuell für Schlagzeilen in den Medien. Allerdings geht es nicht nur mit den Impfstoffen voran, auch Studien zu einem Medikament bei der Behandlung bereits infizierter Patienten machen Hoffnung. Hier einmal gute Nachrichten über den Skabies (Krätze) Wirkstoff Ivermectin.

Aussagekräftige Studien zum Wirkstoff Ivermectin

Schon im April letzten Jahres rückte ein Antiparasitikum gegen Skabies (Krätze) mit dem Wirkstoff Ivermectin in den Fokus bei der Suche nach Medikamenten gegen COVID-19. Mittlerweile gibt es mehrere Studien zu Ivermectin, die sehr aussagekräftig erscheinen. Auf Cinicaltrials.gov werden 46 Studien gelistet, wovon bereits 14 fertiggestellt sind.

Eine umfassende Metaanalyse der FLCCC aus Wisconsin lässt die Schlussfolgerung zu, dass Ivermectin die Viruslast signifikant verringern kann. Des Weiteren soll das Therapeutikum laut Studie die Übertragung und Entwicklung der Erkrankung eindämmen und eine Genesung beschleunigen können.

Die Florida International University hingegen hat die Auswertung der Therapieverläufe von COVID-19 Erkrankten durchgeführt und festgestellt, dass Ivermectin das Risiko, an COVID-19 zu sterben, verringern könnte.

Auch eine weitere Studie aus Bangladesch zeigt positive Ergebnisse: eine klinische Studie hatte die Kombination von Ivermectin und Doxycyclin erprobt. Die Auswertungen deuten auf eine Wirksamkeit der Kombination hin.

Falls Sie den Verdacht haben, sich vielleicht mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, ist in unserer Praxis auch eine telefonische Beratung möglich!
Telefon: 089 – 41 94 530

Immunsystem: Was ist das eigentlich? Teil 2

Immunsystem: Was ist das eigentlich? Teil 2 | Praxis Schleicher & Brückl

Immunsystem: Was ist das eigentlich? Teil 2

Im Kampf gegen äußere und innere schädigende Entwicklungen arbeitet unser Immunsystem rund um die Uhr. Es hat verschiedene Abwehrmechanismen zur Verfügung, um den Körper zu schützen. Nur wenn diese im richtigen Verhältnis vorhanden und exakt reguliert sind funktioniert die Abwehr optimal.

Abwehrsysteme

Die wichtigsten Abwehrsysteme und Abwehrparameter für unser Immunsystem sind

  • die zelluläre Abwehr
  • die humorale Abwehr
  • die Leistung phagozytierende Zellen

Die zelluläre Abwehr

Die zelluläre Abwehr kann nur gut funktionieren, wenn folgende Zellen in der richtigen Anzahl und im richtigen Verhältnis vorliegen:

Thymozyten (T-Zellen): Vorläuferzelle eines T-Lymphozyten (erkennen Antigene)

B-Zellen: bilden Plasmazellen, die wiederum Antikörper ausschütten

aktivierte T-Zellen: erkennen Antigene

Helfer-Zellen: leiten nach Erkennung eines Antigens eine entsprechende Immunantwort ein

Natural-Killer-Zellen: töten abnormale Zellen wie Tumorzellen oder virusinfizierte Zellen

Granulozyten: zuständig für unspezifische Bekämpfung von Bakterien, Parasiten und Pilzen

Monozyten-Makrophagen: vielfältige Rollen bei der Erregerabwehr

Suppressor-Killer-Zellen: unterdrücken in bestimmen Situationen die Aktivierung des Immunsystems, damit dessen Selbsttoleranz reguliert wird und Autoimmunkrankheiten und Allergien verhindert werden

Retikulozyten: Vorstadium eines Erythrozyten (= rote Blutkörperchen)

Die humorale Abwehr

Zur humoralen Abwehr zählen löslich im Blut zirkulierende Substanzen. Sie leitet unter anderem die Immunantwort ein: Antigene werden sofort neutralisiert, zusätzlich entstehen Stoffe, die das gesamte Immunsystem in einen aktivierten Zustand versetzen. Dadurch wird die Immunantwort verstärkt und zielgerichtet, bis die Abwehrreaktion erfolgreich beendet ist.
Zur humoralen Abwehr gehören:

  • Plasmazellen (Produktion und Sekretion von Antikörpern)
  • Antikörper
  • Antigen-Antikörper
  • zirkulierende Immunkomplexe (Komplex aus Antigen und Antikörper)
  • Komplementsystem (System von Plasmaproteinen)
  • Mediatoren (Überbegriff für Botenstoffe im Körper)

Phagozytierende Zellen

Bestimmte Zellen wie unter anderem Makrophagen oder Granulozyten sind fähig, eine Phagozytose durchzuführen. Dabei eliminieren sie Bakterien und körpereigene Zellen, die abgestorben sind.

Auch wenn alle Zellen des menschlichen Abwehrsystems in richtiger Form und Anzahl vorliegen, können trotzdem Immundefekte bestehen. Wichtig für die systemische Abwehr von Krankheiten sind Flexibilität und Funktionsfähigkeit der einzelnen Zellen. Werden beispielsweise Beweglichkeit und Orientierungsfähigkeit wichtiger Abwehrzellen wie Granulozyten und Makrophagen gestört, gelingt keine effektive Immunreaktion zur Bekämpfung von Schadstoffen. Einerseits verläuft dann die Immunantwort zu langsam und unzureichend, andererseits ist auch die Informationsübertragung der Zellen gestört.

Das Immunsystem ist also ein sehr komplexes Geflecht, das sich aber prophylaktisch stärken und unterstützen lässt. Lesen Sie dazu gerne unsere Artikel:

Der Immun-Code: Neues Buch von Frau Dr. Schleicher-Brückl im März 2021

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Immunsystem: Was ist das eigentlich? Teil 1

Immunsystem: Was ist das eigentlich? Teil 1 | Praxis Schleicher & Brückl

Immunsystem: Was ist das eigentlich? Teil 1

Egal wo wir sind, egal was wir tun: unser Immunsystem arbeitet rund um die Uhr, 24 Stunden, 7 Tage die Woche. Warum brauchen wir das Immunsystem? Ganz einfach – weil wir genauso oft von Bakterien, Viren, Pilzen, Parasiten, usw. umgeben sind und das Immunsystem uns davor schützt. Es ist der wichtigste Abwehrmechanismus des menschlichen Körpers. Ist die Abwehr intakt, bleiben wir gesund.

Beim Immunsystem handelt es sich nicht um ein auf den ersten Blick sichtbares Organ. Es ist vielmehr ein komplexes Netzwerk, das im gesamten Körper an verschiedenen Stellen aktiv ist. Ein paar davon stellen wir Ihnen heute vor:

Haut

Das größte Organ des menschlichen Körpers ist die Haut. Sie ist oft die erste Barriere, die Erreger durchdringen müssen. Doch schon bei jedem Kontakt oder jeder kleinen Verletzung der Haut wird eine immunologische Abwehrreaktion eingeleitet. Außerdem hemmt eine gesunde Hautflora das Wachstum schädlicher Keime (wie im Darm).

Nasen- und Rachenschleimhaut

Da wird ständig Luft einatmen, gelangen mit der Atemluft auch Keime in den Körper. Doch schon in der Nase und im Rachen treffen diese auf einen Schutzmechanismus: die Schleimhaut. In der Nase ist sie mit Flimmerhärchen bewachsen, die Erreger sofort wieder nach außen transportieren. Außerdem besitzt die Schleimhaut viele Immunzellen, die die Keime zerstören und eine spezifische Immunreaktion auslösen.

Mandeln

Die Wächter des Immunsystems im Mund sind die Mandeln. Gelangen Erregen in den Mund, treffen sie auf die Mandeln, die durch tiefe Furchen ihre Oberfläche vergrößern, sodass sie viel Kontaktfläche zu den Erregern erzielen. Bestimmte weiße Blutkörperchen, die Lymphozyten, setzen sich dort mit den Keimen auseinander. Ihr Aussehen wird im immunologischen Gedächtnis gespeichert.

Lunge

In der Lunge sitzen viele Immunzellen hintereinander angeordnet, sodass eine lokale schnelle Interaktion möglich ist und eine Abwehr spezifisch und sicher gelingt. Um Schädigungen der Lunge zu vermeiden, ist die Immunantwort an einen bestimmten Antikörper gebunden, der sich mit der einen Seite gegen Schadstoffe richtet und sich auf der anderen Seite an die Immunzelle, die diese abwehren soll, koppelt.

Darm

Der Darm gilt als ein Zentrum des Immunsystems. Der gesamte Verdauungstrakt ist mit der Mukosa (Schleimhaut) ausgekleidet, die ein wichtiges immunologisches Organ darstellt. Im Dünndarm finden sich zum Beispiel außerdem viele Lymphknoten, in denen ein großer Teil aller Antikörper gebildet wird.

Milz

Die Milz kann als eine Art Speicherorgan für wichtige Abwehrzellen gesehen werden. Außerdem vermehren sich hier Fresszellen (vernichten eingedrungene Erreger) und Lymphozyten (eine Art der weißen Blutkörperchen).

Urogenitaltrakt

Auch in den Geschlechts- und Harnorganen ist die gesamte Schleimhaut mit hochwirksamen Immunzellen durchsetzt. Unser Abwehrsystem entwickelt hier eine gezielte Immunantwort, wenn schädigende Substanzen das menschliche System bedrohen.

Im nächsten Beitrag geht es gleich weiter mit dem Thema Immunsystem. Dort stellen wir Ihnen einige Abwehrmechanismen vor!

Der Immun-Code: Neues Buch von Frau Dr. Schleicher-Brückl im März 2021

Neues Buch: Der Immun-Code | Praxis Schleicher & Brückl

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Der Immun-Code erscheint im März 2021 und ist natürlich auch als eBook erhältlich.

Weihnachtsurlaub 2020

Weihnachtsurlaub | Praxis Schleicher & Brückl

Weihnachtsurlaub

Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,

am Ende dieses außergewöhnlichen Jahres möchten wir uns bei Ihnen bedanken für Ihre Mitarbeit, Ihr Vertrauen, Ihre Treue und Ihre Geduld.
Die Situation ist für uns alle nicht leicht zu bewältigen, denn wir alle haben Unsicherheiten und Ängste. Doch wir sollten versuchen zusammenzuhalten, positiv in die Zukunft zu blicken und anderen Menschen freundlich zu begegnen. Natürlich ist das nicht immer leicht, doch wenn wir versuchen, mehr Liebe als Ablehnung in die Welt zu transportieren, profitieren am Ende alle davon.
Gehen wir also gemeinsam weiter den Weg durch die Krise und gehen wir am Ende gestärkt daraus hervor.

Bleiben Sie stark, bleiben Sie zuversichtlich und bleiben Sie gesund!

Und damit auch wir wieder neue Kraft tanken können und mit neuem Elan für Sie da sein können, gönnen wir uns eine kleine Pause.
Die Praxis Schleicher & Brückl bleibt ab dem 18.12.2020 bis einschließlich 10.01.2021 geschlossen.
Am 11.01.2021 sind wir zu den gewohnten Sprechzeiten wieder für Sie da.

Das gesamte Team der Gemeinschaftspraxis Schleicher & Brückl wünscht Ihnen ein ruhiges Weihnachtsfest und einen gesunden Start in das neue Jahr 2021.

NEU in 2021

Aufgrund der aktuellen Situation wollen wir Ihnen die Möglichkeit bieten, auch online eine Videosprechstunde zu besuchen. Diese können Sie ganz einfach über unsere Online-Terminvereinbarung vereinbaren.

Außerdem freuen wir uns sehr, dass es im neuen Jahr eine spezielle Aromatherapie-Sprechstunde geben wird. In der Praxis Schleicher & Brückl werden ätherische Öle sehr oft therapeutisch eingesetzt.
Die Welt der Aromatherapie ist extrem vielfältig und spannend, weshalb es nicht verwundert, dass Frau Dr. Schleicher-Brückl eine echte Leidenschaft dafür entwickelt hat. Sie berät Sie gerne bei einem persönlichen Termin in der Aromatherapie-Sprechstunde welche Öle für sie geeignet sind. Sprechen Sie uns gerne darauf an!

Erkältungssymptome? Das können Sie jetzt tun!

Erkältungssymptome | Praxis Schleicher & Brückl

Erkältungssymptome? Das können Sie jetzt tun!

Husten, Schnupfen, Heiserkeit, Erschöpfung, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen. Momentan ist es nicht leicht, eine Erkältung, die Grippe oder Covid-19 zu unterscheiden. Wenn Sie sich vielleicht angesteckt haben oder einfach nur erkältet sind, dann heißt es: sich Zeit nehmen, um wieder gesund zu werden.
Über die kommenden Feiertage ist es nicht immer möglich, sofort einen Arzt aufsuchen zu können. Deshalb haben wir für Sie zusammengestellt, was Sie trotzdem zuhause tun können, um Ihren Körper beim Gesundwerden zu unterstützen.

Die Basisregeln des Gesundwerdens

1. Ruhe

Ruhe heißt wirklich Ruhe geben. Ins Bett oder auf das Sofa legen und schlafen (immer noch die beste Medizin), lesen, fernsehen, Tee trinken, nichts tun. Wichtig ist, dass Sie nicht sofort beim ersten Besserungszeichen wieder 100 % geben! Lassen Sie es auch noch einige Tage nach der Gesundung ruhig angehen.

2. Trinken

Viel trinken. Wenn Sie Fieber haben, verlieren Sie sehr viel Flüssigkeit. Mit viel Trinken sind mind. 3 Liter Wasser, Kräutertee oder Saft gemeint. Ob warm oder kalt ist ganz individuell. Meist tut etwas Warmes gut, in einigen Fällen hat man aber sehr viel Durst auf kalte Getränke. Dem Verlangen darf man dann nachgehen. Zwickt es im Hals, sind die Mandeln geschwollen und tut Kaltes gut, dann kann sogar das Lutschen eines Eiswürfels sehr hilfreich und angenehm sein.

3. Hühnersuppe

Bitten Sie Ihre Liebsten oder Ihre Nachbarn um eine kräftige, selbstgemachte Hühnerbrühe. Diese kann auch kontaktlos vor die Tür gestellt werden. In der Hühnersuppe sind antientzündliche Stoffe enthalten und sie regt das Immunsystem an. Außerdem wird der Elektrolyt- und Wasserhaushalt aufgefüllt.

4. Wärme

Sorgen Sie für warme Füße mit Hilfe einer Wärmflasche in Kombination mit Omas selbstgestrickten Wollsocken. Auch ein warmes Fußbad wärmt auf. Wenn der Kopf zu ist und die Nase wegen Schnupfen verstopft, dann wirkt ein ansteigendes Fußbad manchmal wahre Wunder!
Vielen Menschen tut auch ein Erkältungsbad sehr gut. Danach dann bitte gleich ins Bett zumnachschwitzen und ruhen.

5. Frische Luft

Ganz wichtig ist das Stoßlüften! Die alte abgestandene Luft muss raus und frischer Sauerstoff ins Krankenzimmer. Hier kurz richtig kräftig lüften!
Damit kein Zug entsteht, aus dem Zimmer gehen für die Zeit oder bis zur Nasenspitze unter die Decke kuscheln.

6. Fieber

Fieber zulassen. Fieber ist eine natürliche Heilreaktion des Körpers und man sollte sich freuen, wenn man bei einem Infekt Fieber hat. Es reinigt den Körper und aktiviert hervorragend alle notwendigen Immunreaktionen. Fieber darf auch hoch sein. Entscheidend ist der klinische Zustand des Patienten – also wie es dem Patienten dabei geht. Gliederschmerzen, Kopfschmerzen und Schwäche sind in diesem Zustand normal aufgrund der erhöhten Interleukine.
Wenn Sie dennoch das Gefühl haben, das Fieber senken zu müssen, dann vorerst mit den altbewährten Methoden wie Wadenwickel, Essigsocken etc.
Das wichtigste im Fieber ist viel zu trinken. Unterstützend können hier die homöopathischen Mittel Belladonna oder Aconitum wirken. Kontaktiere Sie am besten Ihren Arzt oder Heilpraktiker, um sich beraten zu lassen. Sie können sich auch jederzeit telefonisch an mich wenden.

7. Cystus

Cystus ist ein Heilkraut, das unser Immunsystem bei der Virenabwehr unterstützt. Sie können davon Tabletten lutschen oder das Kraut direkt als Tee oder Sud zur Inhalationen verwenden. Den Tee können Sie natürlich  trinken.

8. Lungenwickel

Haben Sie schon einmal die wohltuende Erfahrung eines Lungenwickels gemacht? Probieren Sie es doch einfach mal aus! Einfach eine Wärmflasche machen und auf die Brust einen Wickel mit Olivenöl und optional einigen Tropfen ätherischem Lavendelöl geben. Darauf ein Tuch und darüber dann die Wärmflasche. Nochmal dick unter die Bettdecke packen und ruhen. Befreit und beruhigt die Atemwege.

9. Schwarzkümmelöl

Die regelmäßige Einnahme von Schwarzkümmelöl reinigt und stärkt die Lunge. 3 x einen Teelöffel oder 3 x 2 Kapseln.

10. Warme Milch mit Honig

Da nicht jeder Milch verträgt, kann alternativerweise auch Mandelmilch verwendet werden. Auf jeden Fall erwärmen und mit einem großen Teelöffel Honig (Manuka Honig unterstützt ebenfalls die Abwehr gegen Viren und Bakterien) trinken. Kann schleimlösend wirken und beruhigend wirken.

11. Morokarottensuppe

Sie kennen die Morosche Karottensuppe (auch Moro-Suppe genannt) nicht? Vor allem wenn Ihr Darm in Mitleidenschaft gezogen ist, ist die Moro Karottensuppe eine hervorragende Methode, um dem Darm zu helfen, sich zu regulieren. Aber auch während einer Virusgrippe ist es eine gute und darmentlastende Mahlzeit.
Einfach ein halbes Kilo geschälte Karotten in einem Liter Wasser über einen längeren Zeitraum (mind. 90 min) kochen lassen, dann pürieren und mit abgekochtem Wasser wieder auf 1 Liter auffüllen, etwas salzen – fertig!

12. Vitamin C

Haben Sie den Verdacht, dass Sie etwas ausbrüten? Dann gleich hochdosiert Vitamin C einnehmen! Auch während eines Infektes kann es Sie gut unterstützen.

13. Calcium

Calcium wird oft vergessen. Es ist jedoch ein ganz wichtiger Stoff, um die Immunvorgänge zu aktivieren. Aber auch für das Herz, den Kreislauf und natürlich für die Knochen ist es wichtig.
Während einer Grippe kann es Ihnen helfen und Ihre Kraft kommt schneller zurück. Zum Beispiel etwa 500 mg Calciumbrausetabletten in Wasser lösen.

14. Ätherische Öle

Im Diffuser oder auf die Haut aufgetragen können ätherische Öle eine sehr große Kraft entfalten. Ich arbeite in meiner Praxis sehr häufig mit ätherischen Ölen und diese haben mich persönlich schon oft prophylaktisch, aber auch während einer Krankheit schnell wieder aufgebaut. Viele Öle haben aufgrund ihrer Inhaltsstoffe eine unterstützende Wirkung gegen Pilze und Bakterien. In einer Studie konnte sogar nachgewiesen werden, dass das Verdampfen der Öle in einer Klinik die Keimlast auf den Oberflächen stark reduzieren konnte.
Meine Hauptöle in der Erkältungszeit sind: Zitrone, Orange, Eucalyptus, Pfefferminz, Nelke, Rosmarin, Lavendel… um nur einige zu nennen. Für eine individuelle Beratung bitte gerne einen Telefontermin bei mir vereinbaren.
Lesen Sie auch gerne unsere Artikel zu ätherischen Ölen:
Ätherische Öle: Bedeutende Öle der Aromatherapie
Aromatherapie: Wirkung von ätherischen Ölen

15. Geduld und Vertrauen

Unser Immunsystem macht das schon. Geben Sie sich und Ihrem Körper die Zeit und das Vertrauen, gesund zu werden. Das dauert auch ein paar Tage. Ihr Körper vollbringt gerade Hochleistungen! Einfach die Basisregeln beachten, denn damit helfen Sie Ihrem Körper am besten.

Wenn Sie sich unsicher sind, Ihr Zustand sich stark verschlechtert oder Sie das Gefühl haben, Hilfe beim Gesundwerden zu brauchen, dann sprechen Sie mit Ihrem Arzt des Vertrauens. Übrigens auch wenn das Fieber länger als drei oder vier Tage anhält, sollten Sie Ihren Arzt anrufen!

Falls Sie den Verdacht haben, sich vielleicht mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, ist in unserer Praxis auch eine telefonische Beratung möglich!
Telefon: 089 – 41 94 530

Hämochromatose: Entgiftungsprogramm für die Leber

Hämochromatose: Entgiftungsprogramm für die Leber | Praxis Schleicher & Brückl

Hämochromatose: Entgiftungsprogramm für die Leber

Ein gesunder Mensch hat ca. eine Eisenmenge von 4-5 g im Körper. Bei der Hämochromatose hingegen beträgt der Gesamteisengehalt 20-80 g! Deshalb wird die Hämochromatose auch Eisenspeicherkrankheit genannt, da durch den Darm zu viel Eisen aufgenommen wird und in verschiedene Organe abgelagert wird.
Besonders die Leber wird mit überschüssigem Eisen vollgeladen. Diese Überlagerung führt auf Dauer zu gefährlichen Organschäden. Die Leber ist ein zentrales Stoffwechselorgan, weshalb eine regelmäßige Entlastung und Entgiftung besonders bei Hämochromatose-Patienten sehr wichtig ist.

Warum entgiften?

Bei Hämochromatose-Patienten leidet die Leber stark unter der Einlagerung von Eisen, denn es wirkt in den Leberzellen wie Zellgift. Bei der Therapie der Hämochromatose wird dieses eingelagerte Eisen zwar entfernt, jedoch muss die Leber trotzdem mit einem erhöhten Eisenumsatz umgehen und diesen verstoffwechseln. Deshalb ist es besonders bei der Hämochromatose wichtig, dieses so wichtige Organ regelmäßig und gut zu pflegen.

Außerdem können mit Hilfe des Entgiftungsprogramms enorme Erfolge erzielt werden! Wissen Sie, dass die Leber zu den Organen gehört, die sich am besten regenerieren können? Nach einer Verletzung oder operativen Teilentfernung kann sie sogar Gewebe erneuern und nachwachsen!
Im Rahmen der Hämochromatoseforschung wurde in einer Studie festgestellt, dass die Leberzirrhose (Leberverfettung) wieder verschwinden kann, wenn man die Hämochromatose therapiert und somit die Leber entlastet.
Diese Erkenntnis ist sensationell, denn bisher galt die Leberzirrhose als nicht heilbar.

Entgiftungsprogramm für die Leber

Zu Beginn der Therapie wird ein Test auf Schwermetalle durchgeführt. Je nach Belastung finden dann zweimal pro Woche Infusionen zur Entgiftung in Kombination mit der Neuraltherapie statt.

Speziell für Hämochromatose-Patienten hat Frau Dr. Schleicher-Brückl ein Programm zur Entgiftung der Leber entwickelt.
Dieses besteht aus Infusionen zur Anregung der Entgiftungsleistung, aus der Neuraltherapie, die über dem Lebersegment zur Regulation und Förderung der Durchblutung zum Einsatz kommt sowie einer oralen Medikation, die der Patient zu Hause einnehmen kann.
Dieses aufeinander abgestimmte Programm hat eine Dauer von drei Wochen, wobei die orale Einnahme darüber hinaus weitere drei Wochen fortgeführt werden sollte.

Die Entgiftung sollte idealerweise zweimal im Jahr durchgeführt werden, sodass die Leber wieder auf Vordermann gebracht und bei ihrer Regeneration unterstützt wird.

Weitere Informationen und Artikel rund um das Krankheitsbild der Hämochromatose finden Sie unter Hämochromatose-Therapie.
Sie wollen mehr zur Neuraltherapie lesen? In unserem Artikel Grundlagen der Neuraltherapie haben wir die wichtigsten Fakten zusammengetragen.

Für weitere Fragen und eine individuelle Beratung stehen wir Ihnen gerne persönlich in der Praxis Schleicher & Brückl zur Verfügung. Einfach Termin vereinbaren unter 089 – 41 94 530 oder nutzen Sie unsere Online-Terminvereinbarung.

Hämochromatose: Therapiemöglichkeiten

Hämochromatose: Therapiemöglichkeiten | Praxis Schleicher & Brückl

Hämochromatose: Therapiemöglichkeiten

Leider ist die Hämochromatose unbehandelt eine sehr gefährliche Krankheit. Durch die massive Eisenüberladung kommt es vor allem in Leber zu starken Schädigungen, sodass nicht selten eine Leberzirrhose oder sogar ein Leberzellkarzinom auftreten kann.
Die gute Nachricht ist: die Hämochromatose ist sehr gut therapierbar, sodass diese gefährlichen Schäden verhindert werden können.

Therapiemöglichkeiten

Aderlass

Lange Zeit galt der klassische Aderlass als die Therapie schlechthin bei der Eisenspeicherkrankheit. Dadurch, dass den Betroffenen regelmäßig Blut abgenommen wird, entleeren sich die Eisenspeicher im Körper, da dieses Eisen wieder für die Herstellung des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin gebraucht wird.
Der Aderlass muss jedoch ein Leben lang regelmäßig durchgeführt werden, teilweise bis zu 12 mal pro Jahr! Außerdem führt der chronische Blutverlust bei manchen Patienten zu einer Schwächung des Körpers, da auch andere wichtige Blutbestandteile, die insbesondere für das Immunsystem wichtig sind, verloren gehen.

Erythrozytapherese

Wir in der Gemeinschaftspraxis Schleicher & Brückl bevorzugen zur Hämochromatose-Therapie die Erythrozytapherese. Hierbei wird das Blut des Patienten aus der Armvene entnommen und durch ein geschlossenes, steriles Schlauchsystem in eine Apheresemaschine geleitet. Durch einen speziellen Separationsvorgang werden dem Blut dort dann lediglich die eisenhaltigen Erythrozyten, die roten Blutkörperchen, entzogen. Um möglichst viel Eisen zu entnehmen, bekommt der Patient vor der Apherese eine Erythropoetin-Injektion. Erythropoetin ist ein Wachstumsfaktor für rote Blutkörperchen, sodass diese dann vermehrt gebildet werden. Da zur Bildung roter Blutkörperchen wiederum Eisen gebraucht wird, leeren sich die Speicher, sodass sich eine anschließende Apherese noch effizienter gestaltet.
Der Vorteil der Erythrozytapherese ist, dass sie nicht so oft wiederholt werden muss wie der klassische Aderlass. Schon nach zwei bis drei Behandlungen fallen die hohen Eisenwerte ab. Zusätzlich muss die Apherese nur alle ein bis drei Jahre wiederholt werden. Außerdem leiden die Betroffenen nicht so sehr unter der Blutentnahme, da bei der Apherese nur speziell die roten Blutkörperchen entfernt werden und alle anderen wichtigen Blutbestandteile wieder in den Körper zurückbefördert werden.

Aufgrund der steigenden Nachfrage besitzt die Gemeinschaftspraxis Schleicher & Brückl aktuell zwei Apherese-Geräte.

Weitere Informationen und Artikel rund um das Krankheitsbild der Hämochromatose finden Sie unter Hämochromatose-Therapie.

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne persönlich in der Praxis Schleicher & Brückl zur Verfügung. Einfach Termin vereinbaren unter 089 – 41 94 530 oder nutzen Sie unsere Online-Terminvereinbarung.