Allergien: Therapiemöglichkeiten

Allergien: Therapiemöglichkeiten | Praxis Schleicher & Brückl

Allergien: Therapiemöglichkeiten

Teil 1: Allergien: Wie sie sich zu erkennen geben

Eine Allergie ist im Grunde eine Überreaktion des Immunsystems. Das heißt, dass es zu einer Störung im Immunsystem kommt und es nicht nur wirkliche Bedrohungen wie Bakterien und Viren bekämpft, sondern eben auch ganz harmlose Stoffe wie Pollen, Hausstaub oder Tierhaare.

Diese Fehlreaktion des Immunsystems kann aber behandelt werden! Frau Dr. Schleicher-Brückl ist Spezialistin auf dem Gebiet der Immunologie und greift zudem auf viele Jahre Erfahrung als Allergologin zurück.

Aus diesem Grund sollten Sie die belastenden Symptome einer Allergie nicht einfach hinnehmen, sondern aktiv gegen die Störung Ihres Immunsystems vorgehen.

Wie läuft eine Therapie in der Praxis Schleicher & Brückl ab?

1. Diagnose

Zuerst erfolgt eine umfassende Diagnostik, bei der wie Ihren Immunstatus dokumentieren und verschiedene Allergietests durchführen. Aufgrund unserer Erfahrung und regelmäßigen Weiterbildungen können wir Allergien schnell und sicher diagnostizieren.

2. Vermeidung der Allergieauslöser

Der einfachste Weg Allergie-Symptome zu verbessern, besteht darin, den Kontakt mit dem auslösenden Allergen zu vermeiden. Das klingt an sich recht simpel, ist aber in der Praxis kaum umsetzbar. Pollen- oder Tierallergene befinden sich in der Luft, sodass eine völlige Kontaktvermeidung kaum möglich ist.

3. Was ist mit Nasenspray, Augentropfen und Allergietabletten?

In den Apotheken finden Sie eine ganze Reihe verschiedener Medikamente zur Behandlung von Allergiesymptomen. Allerdings eignen sich diese Antihistaminika nur zu einer kurzfristigen Behandlung von Symptomen. Sie wirken jedoch nicht nicht gegen die Ursache der Allergie – der Überreaktion des Immunsystems. Das heißt: Ihre Allergie wird immer wieder kehren.

4. Ausleitende Therapie

Um Ihr Immunsystem wieder auszugleichen und die Störung zu beheben, sollten Sie zu Beginn der Therapie alle entzündlichen Stoffe und Schlackenablagerungen aus dem Körper entfernen. Achten Sie darauf, dass Sie während dieser Entschlackungsphase viel trinken! Am besten eignen sich spezielle Tees, Mineralwasser mit Magnesium oder die Basenbrühe.

Basenbrühe: 1l Wasser, 3 Kartoffel, 1 Karotte, 1 großes Stück Sellerie – alles klein schneiden, im Dampfkochtopf 20min kochen, kein Salz verwenden! – Gemüsebrühe abgießen und ungesalzen trinken.

5. Gegensensibilisierung

In diesem Schritt lernt das Immunsystem, dass seine Überreaktion auf die harmlosen Stoffe sinnlos ist und es diese Substanzen nicht angreifen muss.

Blind-Desensibilisierung: Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass das krankmachende Allergen gar nicht bekannt sein muss. Es wird eine kleine Menge Blut entnommen und mit spezifischen Stoffen angereichet, sodass darauf aktive Immuntropfen hergestellt werden können. Diese sollten dann mind. 1 Jahr lang eingenommen werden.

Dabei wird Ihr Immunsystem trainiert, um die Überreaktion auf das Allergen zu stoppen.

Allergien können Ihren Alltag sehr belasten und sind ernstzunehmende – aber auch behandelbare Krankheiten. Profitieren Sie von unserer langjährigen Erfahrung als Allergologen und werden Sie Ihre Allergie schnell wieder los!

Jetzt anrufen unter 089 – 41 94 530!

Allergien: Wie sie sich zu erkennen geben

Allergien: Wie sie sich zu erkennen geben | Praxis Schleicher & Brückl

Allergien: Wie sie sich zu erkennen geben

Bei einer Allergie reagiert unser Körper auf eigentlich ungefährliche Substanzen in der Umwelt mit mehr oder weniger heftigen Symptomen – oft begleitet von entzündlichen Prozessen.

Das Problem dabei: das Immunsystem kann sich gegen unzählige Allergene richten und ob Ihre Symptome tatsächlich Allergie-Symptome sind, das kann auf Anhieb keiner mit Sicherheit sagen. Leider sind die Anzeichen der Allergie und die Symptome anderer Krankheiten einfach zu ähnlich: eine laufende Nase und Niesreiz könnten schließlich auch mit einer Erkältung in Verbindung stehen.

Welche Symptome können auf eine Allergie hindeuten?

Verschiedene Symptome deuten auf eine Allergie hin. Sie treten entweder lokal begrenzt oder am ganzen Körper auf. Vier Bereiche des Körpers sind besonders betroffen bei Allergien:

Atemwege

Die meisten Allergene werden über die Atemluft in den Körper aufgenommen. Deshalb äußern sich auch viele Allergien zuerst in den Atemwegen. Besonders bei Heuschnupfen, Pollenallergien oder einer Hausstauballergie ist das der Fall.

Nase

  • laufende Nase (Fließschnupfen, Dauerschnupfen)
  • Juckreiz in der Nase
  • Niesanfälle
  • häufiges Nasenbluten
  • verstopfte Nase (manchmal auch nur einseitig)
  • chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen (Sinusitis)

Mundbereich

  • Anschwellen von Schleimhäuten, Zunge oder Lippe
  • verminderter Geschmacks- und/oder Geruchssinn

Hals und Rachen

  • Juckreiz (Gaumen, Mundraum, Rachen)
  • Schwellungen
  • ständiges Räuspern
  • Heiserkeit

Bronchien und Lunge

  • Atembeschwerden
  • Hustenreiz
  • verschleimte Atemwege
  • allergisches Asthma

Augen

Auch die Bindehäute der Augen sind häufig betroffen bei Allergien. Bei einem Heuschnupfen treten die Symptome am Auge zusätzlich zu denen an der Nase sogar in 50-70 % der Fälle auf!

  • Juckreiz
  • Rötungen im Auge
  • brennende Augen
  • tränende Augen
  • Schwellungen der Lider

Haut

Die Haut ist das größte Sinnesorgan des Menschen. Damit liegt es auf der Hand, dass auch die Haut mit ihrer enormen Fläche allergisch reagieren kann. Meist reagier sie bei Kontakt mit speziellen Materialien wie Metallen oder Tierhaaren.

  • Juckreiz
  • Reizungen und Rötungen
  • Hautausschlag
  • Pickel
  • Entzündungen

Magen-Darm

Im Magen-Darm-Trakt werden vor allem die Symptome einer Nahrungsmittelallergie deutlich. In vielen Fällen hängt diese eng mit einer bestehenden Pollenallergie zusammen. Beispielsweise tritt manchmal bei einer Birkenpollenallergie eine Kreuzallergie auf, sodass auch beim Essen eines Apfels Probleme entstehen.

  • Bauchschmerzen und Krämpfe
  • Übelkeit
  • Durchfall
  • chronische Erkrankungen des Dünndarms (Zöliakie)

Wie Sie sehen, sind die Symptome sehr vielfältig. Bitte unterschätzen Sie jedoch die Gefahr von allergischen Reaktionen nicht! Auch wenn eine laufende Nase nicht lebensbedrohlich ist, können auch schnelle und starke Reaktionen wie das Anschwellen der Schleimhäute im gesamten Atmungstrakt auftreten. Dabei kommt es zur akuten Atemnot, welche sofort von einem Arzt behandelt werden muss! Besonders bei starken Allergien auf Insektenstiche sind solche Reaktionen keine Seltenheit.

Eine Allergie kann Ihren Alltag sehr belasten und ist eine ernstzunehmende – aber auch behandelbare Krankheit. Profitieren Sie von unserer langjährigen Erfahrung als Allergologen und werden Sie Ihre Allergie schnell wieder los!

Teil 2: Allergien: Therapiemöglichkeiten

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Neuer Artikel im Paracelsus-Magazin: Immer mehr junge Patienten leiden an Allergien

Neuer Artikel im Paracelsus-Magazin: Immer mehr junge Patienten leiden an Allergien

Heuschnupfen, Asthma, Neurodermitis – die Zahl der an Allergien leidenden Kinder und Jugendlichen hat in den letzten Jahren leider dramatisch zugenommen. Lesen Sie jetzt den neuen Artikel von Frau Dr. Schleicher-Brückl zum Thema Diagnose und Therapie von Allergien bei Kindern und Jugendlichen im Paracelsus-Magazin 5.19.

Zum Artikel

Achtung Insektenstiche: Tipps zur Vorbeugung und Behandlung

Achtung Insektenstiche: Tipps zur Vorbeugung und Behandlung | Praxis Schleicher & Brückl

Achtung Insektenstiche: Tipps zur Vorbeugung und Behandlung

Insekten sind oft ein lästiger Begleiter an warmen Sommerabenden. Doch was kann man tun, um nicht gestochen zu werden?

Wir haben ein paar Tipps für Sie zusammengestellt:

  • in der Nähe von Bienen oder Wespen ganz normal bewegen
  • niemals nach Bienen oder Wespen schlagen!
  • keine Parfüms, ätherische Öle, parfümierte Cremes oder Lotionen auf der Haut benutzen
  • Schweiß- und Ledergeruch fördern die Stechbereitschaft
  • helle Kleidung tragen
  • keine Bananen oder andere Früchte in der Nähe von Bienen, Wespen oder Hornissen verzehren; sie enthalten Substanzen, welche die Insekten mit einem Alarmstoff zur Verteidigung verwechseln und erhöhen die Bereitschaft zuzustechen
  • niemals auf einer getönten Flasche trinken, die im Freien gestanden ist
  • Getränke im Freien, besonders zuckerhaltige, immer abdecken
  • Insektenmittel: chemisch oder auch natürlich (besonders gut wirken Zitronen-Eukalyptus-Cocktails)
  • besondere Vorsicht gilt bei warmen schwülen Wetterlagen und hohem Luftdruck

Ganz zu vermeiden sind die Stiche aber oftmals einfach nicht. Passiert’s dann doch mal, ist das in der Regel kein Grund zur Panik. Um die Stiche etwas angenehmer zu machen und schneller abheilen zu lassen, können Sie folgendes ausprobieren:

  • Quarkwickel
  • Eiswürfel zum Kühlen und zur Entzündungshemmung
  • Teebaumöl zum Einreiben wirkt desinfizierend und entzündungshemmend
  • zur immunologischen Langzeitbehandlung können orale Gegensensibilisierungen aus Eigenblut oder Eigenurin und Eigenblutinjektionen helfen

ACHTUNG!

Bei Stichen im HNO/Rachenraum ist besonders aufzupassen! Es drohen Atemnot oder sogar Erstickungsgefahr! Deshalb sollten Sie rasch und bedacht handeln:

  • Oberkörper aufrecht halten
  • Eiswürfel lutschen und an die betroffene Stelle bringen
  • mit Eiswasser gurgeln
  • zusätzlich von außen kühlen und Arnika geben
  • Eiswürfelpakete um den Hals legen
  • nichts trinken!
  • Notarzt rufen

Allergiker sollten zusätzlich, wie schon in unserem Teil 1 der Insektenstichbeiträge erwähnt, ein Notfallset aus Antihistaminika, Cortison und Adrenalin bei sich tragen.

Achtung Insektenstiche: wann sie gefährlich werden können

Achtung Insektenstiche: wann sie gefährlich werden können

Achtung Insektenstiche: wann sie gefährlich werden können | Praxis Schleicher & Brückl

Achtung Insektenstiche: wann sie gefährlich werden können

Bei Rekordtemperaturen in diesem Sommer verbringen die meisten Menschen ihre Abendstunden bei den angenehmeren Temperaturen im Freien. Sei es ein gemütlicher Grillabend, noch ein kurzer Ausflug zum See oder einfach nur zuhause im Garten: Insekten sind ein ständiger Begleiter. Am Ammersee kämpft man aktuell sogar gegen eine wahrliche Mückenplage.

In der Regel sind Insektenstiche nur lästig, aber harmlos. Es zeigt sich meist nur eine leichte Schwellung und mäßige Rötung an der Einstichstelle.

Anders verhält es sich jedoch bei Personen, die plötzlich allergisch reagieren. Auch bei Stichen und Bissen im Rachen-Zungenraum kann es zu lebensbedrohlichen Situationen kommen. Immerhin sterben jedes Jahr aufs Neue Menschen an den Folgen von Insektenstichen.

Die meisten Symptome nach Insektenstichen werden durch das Insektengift ausgelöst. Zu ihnen zählen unter anderem:

  • Juckreiz
  • Ausschlag
  • Schwindel
  • Unwohlsein
  • Nesselsucht
  • Schwellungen
  • Atemnot
  • Kreislaufkollaps
  • anaphylaktischer Schock

Gefährdete Personen sollten deshalb immer ein Notfallset zur Verfügung haben. Dieses beinhaltet Antihistaminika, Cortison und Adrenalin. Auch ein Allergieausweis kann in manchen Fällen sinnvoll sein, da es Reaktionen gibt, bei denen man plötzlich nicht mehr sprechen kann.

Grundsätzlich kann man die Allergie durch Eigenblutinjektionen oder Gegensensibilisierungs- und Desensibilisierungsverfahren behandeln.

Gefährlich kann es auch werden, wenn gestochene Personen die Stiche aufkratzen. Dabei kommt es nicht selten zu Infektionen, mit Bakterien, die sonst die in den Körper gelangt wären. Gelangen so gefährliche Keime in die Blutbahn (z.B. Streptokokken), droht eine Blutvergiftung!

In unserem nächsten Artikel geben wir Ihnen wertvolle Tipps, wie Sie Insektenstiche vorbeugen und die Symptome behandeln können.

Achtung Insektenstiche: Tipps zur Vorbeugung und Behandlung

Allergien: Ein Fallbeispiel aus der Praxis

Allergien: Ein Fallbeispiel aus der Praxis | Praxis Schleicher & Brückl

Allergien: Ein Fallbeispiel aus der Praxis

Schon im März haben wir Ihnen einiges über Allergien vorgestellt (hier geht’s nochmal zu den Artikeln). Viele Betroffene bekämpfen Jahr für Jahr lediglich die Symptome einer Allergie und sind hilflos, wenn es um das Finden einer richtigen Therapie geht. Deshalb wollen wir Ihnen heute ein Fallbeispiel aus unserer Praxis genauer vorstellen.

Der Fall

Der junge Nachwuchs-Manager, Mitte 20, sitzt mit leidendem Gesichtsausdruck und typischen Krankheitsanzeichen in der Praxis: fahle Hautfarbe, tränende Augen, Hautausschlag am Hals und hinter den Ohren. Beim Atmen hört man pfeifende Geräusche und ein Brodeln. Vor vier Jahren, so berichtet er, habe er im Sommer nach dem Baden mit nassem Hemd eine Mofa-Tour unternommen. Noch am selben Tag abends erkrankte er an einer fieberhaften Erkältung. Er erhielt die übliche Standardtherapie mit Antibiotikum, ging jedoch weiter zur Arbeit.
Das Krankheitsbild ging zurück, jedoch nach drei Wochen stellte sich das Hautekzem am Hals und hinter den Ohren ein, das bei Wärme extrem juckte. Zusätzlich bekam der Mann tränende, juckende und brennende Augen und eine fließende Nase. Die Diagnose hieß: allergische Diathese – Neurodermitis und Heuschnupfen.

Diesmal behandelte man ihn mit Antihistaminika und Kortison. Wieder verging die Krankheit schnell, um jedoch schon nach acht Tagen als erneute Erkältungskrankheit wiederzukehren. Der HNO-Arzt räumte die Nasennebenhöhle aus und entfernte die Mandeln.
Zwei Wochen später hatte der Patient Asthma. Nun sah er seine berufliche Karriere gefährdet. Wie sollte er in seinem Zustand den Leistungsdruck halten?

Als erstes untersuchte unsere Praxis das Abwehrsystem des jungen Mannes. Einerseits bestand eine extrem überschießende Immunantwort, andererseits fehlte die Aktivität der Fresszellen – das typische Bild einer schweren allergischen Neigung.
Bei der Stuhlanalyse fanden sich zudem hohe Pilzbesiedelungen und ein Mangel an gesundheitsfördernden Darmbakterien.
Wir verordneten ihm Schwarzkümmelöl zum Inhalieren und als Teesubstanz. Kombiniert wurde diese Therapie mit Echinacinpräparaten über einen längeren Zeitraum. Außerdem erhielt er eine Eigenbluttherapie und Eigenharninjektion sowie eine Gegensensibilisierung. Hinzu kam die Sanierung des Darms. Als Spezialkur für die Lunge setzten wir zu einem späteren Zeitpunkt den Immunmodulator Ribomunyl ein. Dieser immunausgleichende Stoff enthält alle Informationseiweiskörperchen der Problemkeime des Bronchotrachealtraktes und erhöht in dieser Körperregion das Abwehreiweis IgA um das Dreifache. Schon vom zwölften Tag an zeigte sich eine deutliche Besserung. Die Ausschläge gingen zurück, die Atmung wurde freier.

Nach vier Wochen war der Heuschnupfen überwunden. Der Patient war nach zwölf Wochen insgesamt gesund und wieder voll leistungsaktiv. Er ist, wie nicht anders zu erwarten, ins Führungsmanagement seiner Firma aufgestiegen.

Allergien: Was kann ich dagegen tun?

Allergien: Was kann ich dagegen tun? | Praxis Schleicher & Brückl

Allergien: Was kann ich dagegen tun?

Eine Allergie ist sehr belastend. Aus diesem Grund sollten Sie die nervenden Symptome nicht einfach hinnehmen, sondern aktiv gegen die Allergie vorgehen.

1. Gegen was bin ich allergisch?

Als erstes erfolgt eine saubere Diagnostik, die auch den Immunstatus und verschiedene Allergietests miteinbezieht.

2. Meidung des Allergens

Danach ist das erste Ziel der Behandlung aller Allergien die Vermeidung des Allergieauslösers (Allergen). Das ist natürlich insbesondere bei einer Pollen-Allergie nicht gänzlich möglich, da sich Pollen überall in der Luft befinden.

3. Ausleitende Therapie

Deshalb empfehlen wir zusätzlich anfangs eine ausleitende Therapie, die alle entzündlichen Stoffe und Schlackenablagerungen aus dem Körper entfernen soll.
Während dieser Entschlackungsphase muss viel Flüssigkeit aufgenommen werden: am besten magnesiumhaltiges Mineralwasser, spezielle Tees oder Basenbrühe.

Rezept für Basenbrühe:

1 l Wasser
3 mittelgroße Kartoffeln
1 Karotte
1 großes Stück Sellerie

Gemüse klein schneiden um im Dampfkochtopf 20 min kochen. Kein Salz verwenden! Gemüsebrühe abgießen und ungesalzen trinken. Täglich frisch zubereiten!

4. Gegensensibilisierung

Jetzt ist der Körper bereit für die Gegensensibilisierung. Hierbei lernt der Körper, dass seine Überreaktion gegen die harmlosen Stoffe unbegründet ist und er diese Substanzen nicht mehr angreifen muss.

  • Blind-Desensibilisierung: Eine kleine Menge Blut wird entnommen und mit speziellen Stoffen angereichert, um daraus aktive Immuntropfen herzustellen. Diese werden dann mind. 1 Jahr lang eingenommen, sodass das Immunsystem gezielt Antikörper gegen die darin enthaltenen Allergieauslöser bildet und sie somit unschädlich macht. Ein großer Vorteil dieser Therapie: es ist völlig unwichtig, was das krankmachende Allergen ist, denn die Antikörper im Blut bilden selbst den immunologischen Reiz.
  • Schwarzkümmelbehandlung: Schwarzkümmelöl enthält essentielle Fettsäuren, die in den Fettstoffwechsel eingreifen und die Bildung von Arachidonsäure bewirkt. Diese führt zu einer Immunausgleichsreaktion. Bei dieser Therapie soll das Schwarzkümmelöl 3 Mal täglich eingenommen werden (entsprechend 3 g täglich).

5. Verhalten während und nach der Therapie

Alles, was die natürlichen Selbstheilungskräfte beeinträchtigen könnte, sollte während und kurz nach der Behandlung vermieden werden.
Das bedeutet insbesondere

  • geregelter Lebensrhythmus
  • ausreichend Schlaf
  • keine intensive Sonnenbestrahlung
  • Vermeidung von physischen und psychischen Überanstrengungen
  • viel frische Luft, Bewegung und Freizeit
  • keine heißen Bäder Thermalanwendungen oder Überhitzungsprozeduren
  • gesunde und ausgewogene Ernährung: vitaminreiche Kost (Obst, Gemüse, Fruchtsäfte, Milch, Joghurt, pflanzliche Öle), regelmäßige Mahlzeiten, Vermeidung: tierische Eiweiße, grobe Kohlarten, blähende Speisen, chemisch konservierte Nahrungsmittel, Kaffee, Alkohol, Nikotin

Als Allergologen in München sind wir schon seit vielen Jahren für unsere Patienten da. Unser Ziel ist es dabei immer, eine für den Einzelnen individuelle Therapielösung zu finden.
Sie haben Fragen zum Thema Allergie oder möchten uns im Rahmen einer Beratung und Behandlung zurate ziehen? Dann kontaktieren Sie uns und vereinbaren Sie einen Termin.

Allergien: Was ist das und wie erkenne ich sie?

Allergien: Was ist das und wie erkenne ich sie? | Praxis Schleicher & Brückl

Allergien: Was ist das und wie erkenne ich sie?

In den letzten Jahren haben Allergien extrem zugenommen. Die Allergie wurde inzwischen sogar als definierte immunologische Fehlreaktion kategorisiert. Das heißt, dass die Ursache für eine Allergie eine Störung im Immunsystem ist.
Genauer gesagt handelt es sich um eine Überreaktion des Immunsystems. Es kann völlig harmlose Reize wie Pollen, Hausstaub oder Tierhaare nicht mehr von wirklichen Bedrohungen durch Bakterien und Viren unterscheiden und veranlasst eine Abwehrreaktion.

Das schwierige an Allergien ist, dass sie sehr vielfältig sind. Es gibt eine Menge verschiedener Erscheinungsbilder und Folgereaktionen. Beispielsweise können Asthma, Neurodermitis, Darmentzündungen, Gelenkentzündungen oder Hautveränderungen ausgelöst werden.

Was passiert im Körper bei einer Allergie?

Unser Körper kommt ständig in Kontakt mit Fremdstoffen, die das Immunsystem normal bekämpft. Nach dem Erstkontakt bildet es Antikörper gegen die Eindringlinge und kann den Übeltäter bei erneutem Kontakt schneller ausschleusen.
Bei einem Defekt des Immunsystems kommt es zu Fehlreaktionen und es werden falsche Antikörper produziert. Plötzlich erkennt das Abwehrsystem harmlose Stoffe wie Blütenpollen, Hausstaub oder Nahrungsinhaltsstoffe als feindliche Substanzen und es entwickelt sich eine Allergie.

Durch eine Reihe von Reaktionen im Körper kommt es zu einer vermehrten Produktion von Schleim, der Blutdruck fällt ab, Schleimhäute schwellen an und die typischen Symptome einer Allergie (laufende Nase bis hin zum schweren Asthma) treten auf.

Wie äußern sich Allergien?

  • andauernde Müdigkeit auch nach Ruhepausen
  • Juckreiz
  • Schwellung der Augenlider
  • schneller Puls nach Nahrungsaufnahme
  • Übelkeit, Erbrechen, Magenschmerzen
  • Völlegefühl, Durchfälle. Verstopfungen, Blähungen
  • Lippen- und Zungenbrennen
  • Hautekzeme, v.a. am Handgelenk oder in den Ellenbeugen
  • starkes Schwitzen

Allergische Sofortreaktionen

  • Niesanfälle
  • Nasenschleimhautreizung
  • Nasen-Rachenraumentzündung
  • Atemnot, Asthma
  • Augenreizung, Bindehautentzündung

Symptome der Nahrungsallergien

  • Übelkeit, Erbrechen
  • Darmkrämpfe
  • Durchfälle

Allergien auf der Haut

  • Rötung
  • Schwellungen
  • Juckreiz
  • Quaddel- und Blasenbildung

Unterschätzen Sie die Gefahr von allergischen Reaktionen nicht! Manche Symptome treten örtlich und mild auf, allerdings besteht auch die Gefahr von schnellen und starken Reaktionen wie etwa das Anschwellen der Schleimhäute im gesamten Atmungstrakt. Dabei schwillt der Rachenraum extrem an, sodass es zur Atemnot kommt. Schon bei den ersten Anzeichen solcher Reaktionen müssen Sie sofort einen Arzt verständigen!

Eine Allergie ist also eine sehr belastende und den Alltag einschränkende Krankheit. Lesen Sie in unserem nächsten Teil, wie Sie Allergien erfolgreich therapieren!