Achtung Insektenstiche: wann sie gefährlich werden können

Achtung Insektenstiche: wann sie gefährlich werden können | Praxis Schleicher & Brückl

Achtung Insektenstiche: wann sie gefährlich werden können

Bei Rekordtemperaturen in diesem Sommer verbringen die meisten Menschen ihre Abendstunden bei den angenehmeren Temperaturen im Freien. Sei es ein gemütlicher Grillabend, noch ein kurzer Ausflug zum See oder einfach nur zuhause im Garten: Insekten sind ein ständiger Begleiter. Am Ammersee kämpft man aktuell sogar gegen eine wahrliche Mückenplage.

In der Regel sind Insektenstiche nur lästig, aber harmlos. Es zeigt sich meist nur eine leichte Schwellung und mäßige Rötung an der Einstichstelle.

Anders verhält es sich jedoch bei Personen, die plötzlich allergisch reagieren. Auch bei Stichen und Bissen im Rachen-Zungenraum kann es zu lebensbedrohlichen Situationen kommen. Immerhin sterben jedes Jahr aufs Neue Menschen an den Folgen von Insektenstichen.

Die meisten Symptome nach Insektenstichen werden durch das Insektengift ausgelöst. Zu ihnen zählen unter anderem:

  • Juckreiz
  • Ausschlag
  • Schwindel
  • Unwohlsein
  • Nesselsucht
  • Schwellungen
  • Atemnot
  • Kreislaufkollaps
  • anaphylaktischer Schock

Gefährdete Personen sollten deshalb immer ein Notfallset zur Verfügung haben. Dieses beinhaltet Antihistaminika, Cortison und Adrenalin. Auch ein Allergieausweis kann in manchen Fällen sinnvoll sein, da es Reaktionen gibt, bei denen man plötzlich nicht mehr sprechen kann.

Grundsätzlich kann man die Allergie durch Eigenblutinjektionen oder Gegensensibilisierungs- und Desensibilisierungsverfahren behandeln.

Gefährlich kann es auch werden, wenn gestochene Personen die Stiche aufkratzen. Dabei kommt es nicht selten zu Infektionen, mit Bakterien, die sonst die in den Körper gelangt wären. Gelangen so gefährliche Keime in die Blutbahn (z.B. Streptokokken), droht eine Blutvergiftung!

In unserem nächsten Artikel geben wir Ihnen wertvolle Tipps, wie Sie Insektenstiche vorbeugen und die Symptome behandeln können.

Allergien: Ein Fallbeispiel aus der Praxis

Allergien: Ein Fallbeispiel aus der Praxis | Praxis Schleicher & Brückl

Allergien: Ein Fallbeispiel aus der Praxis

Schon im März haben wir Ihnen einiges über Allergien vorgestellt (hier geht’s nochmal zu den Artikeln). Viele Betroffene bekämpfen Jahr für Jahr lediglich die Symptome einer Allergie und sind hilflos, wenn es um das Finden einer richtigen Therapie geht. Deshalb wollen wir Ihnen heute ein Fallbeispiel aus unserer Praxis genauer vorstellen.

Der Fall

Der junge Nachwuchs-Manager, Mitte 20, sitzt mit leidendem Gesichtsausdruck und typischen Krankheitsanzeichen in der Praxis: fahle Hautfarbe, tränende Augen, Hautausschlag am Hals und hinter den Ohren. Beim Atmen hört man pfeifende Geräusche und ein Brodeln. Vor vier Jahren, so berichtet er, habe er im Sommer nach dem Baden mit nassem Hemd eine Mofa-Tour unternommen. Noch am selben Tag abends erkrankte er an einer fieberhaften Erkältung. Er erhielt die übliche Standardtherapie mit Antibiotikum, ging jedoch weiter zur Arbeit.
Das Krankheitsbild ging zurück, jedoch nach drei Wochen stellte sich das Hautekzem am Hals und hinter den Ohren ein, das bei Wärme extrem juckte. Zusätzlich bekam der Mann tränende, juckende und brennende Augen und eine fließende Nase. Die Diagnose hieß: allergische Diathese – Neurodermitis und Heuschnupfen.

Diesmal behandelte man ihn mit Antihistaminika und Kortison. Wieder verging die Krankheit schnell, um jedoch schon nach acht Tagen als erneute Erkältungskrankheit wiederzukehren. Der HNO-Arzt räumte die Nasennebenhöhle aus und entfernte die Mandeln.
Zwei Wochen später hatte der Patient Asthma. Nun sah er seine berufliche Karriere gefährdet. Wie sollte er in seinem Zustand den Leistungsdruck halten?

Als erstes untersuchte unsere Praxis das Abwehrsystem des jungen Mannes. Einerseits bestand eine extrem überschießende Immunantwort, andererseits fehlte die Aktivität der Fresszellen – das typische Bild einer schweren allergischen Neigung.
Bei der Stuhlanalyse fanden sich zudem hohe Pilzbesiedelungen und ein Mangel an gesundheitsfördernden Darmbakterien.
Wir verordneten ihm Schwarzkümmelöl zum Inhalieren und als Teesubstanz. Kombiniert wurde diese Therapie mit Echinacinpräparaten über einen längeren Zeitraum. Außerdem erhielt er eine Eigenbluttherapie und Eigenharninjektion sowie eine Gegensensibilisierung. Hinzu kam die Sanierung des Darms. Als Spezialkur für die Lunge setzten wir zu einem späteren Zeitpunkt den Immunmodulator Ribomunyl ein. Dieser immunausgleichende Stoff enthält alle Informationseiweiskörperchen der Problemkeime des Bronchotrachealtraktes und erhöht in dieser Körperregion das Abwehreiweis IgA um das Dreifache. Schon vom zwölften Tag an zeigte sich eine deutliche Besserung. Die Ausschläge gingen zurück, die Atmung wurde freier.

Nach vier Wochen war der Heuschnupfen überwunden. Der Patient war nach zwölf Wochen insgesamt gesund und wieder voll leistungsaktiv. Er ist, wie nicht anders zu erwarten, ins Führungsmanagement seiner Firma aufgestiegen.

Allergien: Was kann ich dagegen tun?

Allergien: Was kann ich dagegen tun? | Praxis Schleicher & Brückl

Allergien: Was kann ich dagegen tun?

Eine Allergie ist sehr belastend. Aus diesem Grund sollten Sie die nervenden Symptome nicht einfach hinnehmen, sondern aktiv gegen die Allergie vorgehen.

1. Gegen was bin ich allergisch?

Als erstes erfolgt eine saubere Diagnostik, die auch den Immunstatus und verschiedene Allergietests miteinbezieht.

2. Meidung des Allergens

Danach ist das erste Ziel der Behandlung aller Allergien die Vermeidung des Allergieauslösers (Allergen). Das ist natürlich insbesondere bei einer Pollen-Allergie nicht gänzlich möglich, da sich Pollen überall in der Luft befinden.

3. Ausleitende Therapie

Deshalb empfehlen wir zusätzlich anfangs eine ausleitende Therapie, die alle entzündlichen Stoffe und Schlackenablagerungen aus dem Körper entfernen soll.
Während dieser Entschlackungsphase muss viel Flüssigkeit aufgenommen werden: am besten magnesiumhaltiges Mineralwasser, spezielle Tees oder Basenbrühe.

Rezept für Basenbrühe:

1 l Wasser
3 mittelgroße Kartoffeln
1 Karotte
1 großes Stück Sellerie

Gemüse klein schneiden um im Dampfkochtopf 20 min kochen. Kein Salz verwenden! Gemüsebrühe abgießen und ungesalzen trinken. Täglich frisch zubereiten!

4. Gegensensibilisierung

Jetzt ist der Körper bereit für die Gegensensibilisierung. Hierbei lernt der Körper, dass seine Überreaktion gegen die harmlosen Stoffe unbegründet ist und er diese Substanzen nicht mehr angreifen muss.

  • Blind-Desensibilisierung: Eine kleine Menge Blut wird entnommen und mit speziellen Stoffen angereichert, um daraus aktive Immuntropfen herzustellen. Diese werden dann mind. 1 Jahr lang eingenommen, sodass das Immunsystem gezielt Antikörper gegen die darin enthaltenen Allergieauslöser bildet und sie somit unschädlich macht. Ein großer Vorteil dieser Therapie: es ist völlig unwichtig, was das krankmachende Allergen ist, denn die Antikörper im Blut bilden selbst den immunologischen Reiz.
  • Schwarzkümmelbehandlung: Schwarzkümmelöl enthält essentielle Fettsäuren, die in den Fettstoffwechsel eingreifen und die Bildung von Arachidonsäure bewirkt. Diese führt zu einer Immunausgleichsreaktion. Bei dieser Therapie soll das Schwarzkümmelöl 3 Mal täglich eingenommen werden (entsprechend 3 g täglich).

5. Verhalten während und nach der Therapie

Alles, was die natürlichen Selbstheilungskräfte beeinträchtigen könnte, sollte während und kurz nach der Behandlung vermieden werden.
Das bedeutet insbesondere

  • geregelter Lebensrhythmus
  • ausreichend Schlaf
  • keine intensive Sonnenbestrahlung
  • Vermeidung von physischen und psychischen Überanstrengungen
  • viel frische Luft, Bewegung und Freizeit
  • keine heißen Bäder Thermalanwendungen oder Überhitzungsprozeduren
  • gesunde und ausgewogene Ernährung: vitaminreiche Kost (Obst, Gemüse, Fruchtsäfte, Milch, Joghurt, pflanzliche Öle), regelmäßige Mahlzeiten, Vermeidung: tierische Eiweiße, grobe Kohlarten, blähende Speisen, chemisch konservierte Nahrungsmittel, Kaffee, Alkohol, Nikotin

Als Allergologen in München sind wir schon seit vielen Jahren für unsere Patienten da. Unser Ziel ist es dabei immer, eine für den Einzelnen individuelle Therapielösung zu finden.
Sie haben Fragen zum Thema Allergie oder möchten uns im Rahmen einer Beratung und Behandlung zurate ziehen? Dann kontaktieren Sie uns und vereinbaren Sie einen Termin.

Allergien: Was ist das und wie erkenne ich sie?

Allergien: Was ist das und wie erkenne ich sie? | Praxis Schleicher & Brückl

Allergien: Was ist das und wie erkenne ich sie?

In den letzten Jahren haben Allergien extrem zugenommen. Die Allergie wurde inzwischen sogar als definierte immunologische Fehlreaktion kategorisiert. Das heißt, dass die Ursache für eine Allergie eine Störung im Immunsystem ist.
Genauer gesagt handelt es sich um eine Überreaktion des Immunsystems. Es kann völlig harmlose Reize wie Pollen, Hausstaub oder Tierhaare nicht mehr von wirklichen Bedrohungen durch Bakterien und Viren unterscheiden und veranlasst eine Abwehrreaktion.

Das schwierige an Allergien ist, dass sie sehr vielfältig sind. Es gibt eine Menge verschiedener Erscheinungsbilder und Folgereaktionen. Beispielsweise können Asthma, Neurodermitis, Darmentzündungen, Gelenkentzündungen oder Hautveränderungen ausgelöst werden.

Was passiert im Körper bei einer Allergie?

Unser Körper kommt ständig in Kontakt mit Fremdstoffen, die das Immunsystem normal bekämpft. Nach dem Erstkontakt bildet es Antikörper gegen die Eindringlinge und kann den Übeltäter bei erneutem Kontakt schneller ausschleusen.
Bei einem Defekt des Immunsystems kommt es zu Fehlreaktionen und es werden falsche Antikörper produziert. Plötzlich erkennt das Abwehrsystem harmlose Stoffe wie Blütenpollen, Hausstaub oder Nahrungsinhaltsstoffe als feindliche Substanzen und es entwickelt sich eine Allergie.

Durch eine Reihe von Reaktionen im Körper kommt es zu einer vermehrten Produktion von Schleim, der Blutdruck fällt ab, Schleimhäute schwellen an und die typischen Symptome einer Allergie (laufende Nase bis hin zum schweren Asthma) treten auf.

Wie äußern sich Allergien?

  • andauernde Müdigkeit auch nach Ruhepausen
  • Juckreiz
  • Schwellung der Augenlider
  • schneller Puls nach Nahrungsaufnahme
  • Übelkeit, Erbrechen, Magenschmerzen
  • Völlegefühl, Durchfälle. Verstopfungen, Blähungen
  • Lippen- und Zungenbrennen
  • Hautekzeme, v.a. am Handgelenk oder in den Ellenbeugen
  • starkes Schwitzen

Allergische Sofortreaktionen

  • Niesanfälle
  • Nasenschleimhautreizung
  • Nasen-Rachenraumentzündung
  • Atemnot, Asthma
  • Augenreizung, Bindehautentzündung

Symptome der Nahrungsallergien

  • Übelkeit, Erbrechen
  • Darmkrämpfe
  • Durchfälle

Allergien auf der Haut

  • Rötung
  • Schwellungen
  • Juckreiz
  • Quaddel- und Blasenbildung

Unterschätzen Sie die Gefahr von allergischen Reaktionen nicht! Manche Symptome treten örtlich und mild auf, allerdings besteht auch die Gefahr von schnellen und starken Reaktionen wie etwa das Anschwellen der Schleimhäute im gesamten Atmungstrakt. Dabei schwillt der Rachenraum extrem an, sodass es zur Atemnot kommt. Schon bei den ersten Anzeichen solcher Reaktionen müssen Sie sofort einen Arzt verständigen!

Eine Allergie ist also eine sehr belastende und den Alltag einschränkende Krankheit. Lesen Sie in unserem nächsten Teil, wie Sie Allergien erfolgreich therapieren!