Burn-out-Syndrom: Therapiekonzepte

Burn-out-Syndrom: Therapiekonzepte | Praxis Schleicher & Brückl

Burn-out-Syndrom: Therapiekonzepte

Beim Burn-out-Syndrom gibt es keine Standard-Therapie. Die Behandlung muss individuell zum Patienten und zu seiner aktuellen Lebenssituation passen.
Manchmal helfen aber auch schon kleine Umstellungen im Alltag, um den Betroffenen das Leben zu erleichtern. Wir verraten Ihnen einige Tipps, was Sie selbst gegen das Burn-out-Syndrom tun können und wie Ihnen der Arzt helfen kann.

1. Ernährung umstellen

Versuchen Sie Ihren Körper basisch zu ernähren, indem Sie säurebildende Lebensmittel vermeiden. Dadurch verhindern Sie eine Übersäuerung des Organismus, die für sehr viele chronische Leiden verantwortlich gemacht werden kann. Ziel der basischen Ernährung ist ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt.
Versuchen Sie außerdem viele essentiellen Fettsäuren, wie hochwertige Rapsöle oder Olivenöle, zu sich zu nehmen. Dazu viel Obst und Gemüse, frische Fruchtsäfte und Hülsenfrüchte. Auf gehärtete Fette wie Butter oder Sahne sollten Sie wenn möglich verzichten. Essen Sie reichlich Fisch und wenn Sie nicht ohne Fleisch leben können, dann greifen Sie eher zu Geflügel, Kaninchen, Lamm und Ziege.

2. Bewegung

Für den Anfang starten Sie am besten mit einem langsamen Aufbautraining. Walken sie zügig, bis Sie leicht zu schwitzen beginnen. Später können Sie versuchen täglich mindestens 20 Minuten zu laufen und kleine Übungen für die Beweglichkeit zu machen.

3. Schlaf

Schlaf ist ein natürlicher Teil unseres Lebens und neben gesunder Ernährung und ausreichend Bewegung eine der wichtigsten Voraussetzungen für unser körperliches und geistiges Wohlbefinden.
Versuchen Sie feste zu-Bett-geh-Zeiten zu etablieren. Gehen Sie beispielsweise spätestens um 22 Uhr ins Bett und schlafen Sie mindestens 8 Stunden.

4. Pausen

Viele Menschen fühlen sich ausgebrannt, weil Sie keine Ruhe finden und ständig unter Strom stehen. Planen Sie regelmäßige Erholungspausen ein, kann sich Ihr Körper und Geist kurz regenerieren und Sie finden wieder neue Kraft für den restlichen Tag. Entspannungstechniken wie autogenes Training, Yoga oder progressive Muskelrelaxation können Ihnen dabei helfen.

5. Nein-sagen

Lernen Sie auch mal Nein zu sagen und geben Sie ein paar Ihrer Aufgaben ab, wenn Sie das Gefühl haben, in Arbeit zu ersticken.
Auch übertriebene Hilfsbereitschaft oder Perfektionismus üben zusätzlichen Druck auf Sie aus – erlauben Sie sich Fehler, wir sind alle nur Menschen.

6. Isolation vermeiden

Oft wollen Sie wahrscheinlich das Bett nicht verlassen und müssen sich dazu zwingen, unter Menschen zu gehen. Auch wenn die Überwindung bestimmt groß ist – es wird sich lohnen. Sie müssen nicht alles allein schaffen. Nehmen Sie die Hilfe Ihrer Freunde und Familie an, sie sind für Sie da. Auch wenn Sie nicht über Ihre Ängste und Probleme sprechen wollen, oder auch nicht können, kann Ihnen Gesellschaft gut tun. Dadurch vergessen Sie vielleicht für kurze Zeit Ihre Sorgen, können sich ablenken und vertreiben das Gefühl der Einsamkeit.

7. Hilfe durch den Arzt

Bei Verdacht auf Burn-out-Syndrom wird der Arzt zuerst überprüfen, ob für Ihre Symptome keine körperlichen Ursachen wie z.B. Stoffwechselerkrankungen, Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion oder andere hormonelle Störungen vorliegen. Außerdem müssen permanente Auslöser wie Bakterien, Viren, Pilze, und Magenkeime ausgeschlossen werden. Danach wird Ihr Immunsystem genauer betrachtet und auf Allergien getestet.
Jetzt kann beispielsweise eine Neuraltherapie oder eine medikamentöse Therapie folgen, die die Aktivierung körpereigener Kräfte anregt.
Außerdem sollte der Patient auf Schwermetalle untersucht werden. Falls eine Belastung vorliegt, steht an erste Stelle der Therapie eine Entgiftung, die Sie leistungsstark macht und Ihnen das Urgefühl der Gesundheit wieder zurück gibt.

Erfahrungsgemäß lässt sich das Burn-out-Syndrom relativ gut behandeln. Bei weiteren Fragen, beraten wir Sie sehr gerne in unserer Praxis!

Burn-out-Syndrom: Was ist das eigentlich?

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Burn-out-Syndrom: Was ist das eigentlich?

Immer wieder gibt es Schlagzeilen von Prominenten, die wegen eines akuten Zusammenbruchs stationär behandelt werden müssen. Aber auch in anderen sehr leistungsfordernden Berufsgruppen oder nach schlimmen Unfällen werden Menschen aufgrund psychischer Problemen oft über längere Zeit hin behandelt.
Die Patienten wirken ausgebrannt, fühlen einen Zustand der inneren Leere und verlieren mehr und mehr an Lebensenergie. Auch äußerlich sind diese Personen oft gezeichnet, sehen schlapp und müde aus oder nehmen häufig viel Gewicht ab. Die Betroffenen leiden unter Schlafstörungen, Kopfschmerzen, schmerzhaften Muskelverspannungen im Nacken und Rücken, haben Verdauungsproblemen, häufig Infekte oder plötzliche Kreislaufstörungen. Schuld daran ist eine fehlerhafte Ausschüttung von Cortisol, die langfristig zu einer schlechteren Immunreaktion führt. Der Körper wird allgemein anfälliger für Infekte und Herz-Kreislauf-Probleme. Es ist ein Zustand von dauerhafter Belastung ohne Aussicht auf Besserung. Diese körperlichen Beschwerden können so massiv werden, dass sie den Alltag bestimmen und die Gefühlslage der Patienten noch mehr belasten. Der Patient rutscht in eine Art Stressspirale, aus der er sich alleine nicht mehr befreien kann – es folgt auf kurz oder lang der Zusammenbruch.

Dieses Krankheitsbild kündigt sich langsam und über lange Zeit hinweg an und heißt Burn-out-Syndrom. Die Ursachen dafür sind extrem vielfältig und müssen für jeden Betroffenen individuell erarbeitet werden. Mag der eine Künstler vielleicht ein zu sensibles Nervenkostüm haben und so in eine pathogene Stress-Situation geraten, so hat der Andere seine Leistungsziele zu hoch gesteckt und scheitert an der zwanghaften Verfolgung seiner eigenen Ansprüche. Außerdem ist meist nicht nur eine Ursache für die Erkrankung ausschlaggebend.

Auf immunologischer Ebene weiß man heute, was in diesen Phasen mit dem Menschen passiert. Aufgrund unterschiedlicher Reize werden Impulse auf die Stresshormone im Körper freigesetzt, die das Immunsystem ins Wanken bringen. Bestimmte Zellen, die das Abwehrorgan ausbremsen, steigen an und die Lebensenergie schwindet langsam. Die Betroffenen werden immer kraftloser und nach und nach schlafen alle Vitalfunktionen ein. Dabei ist nicht wichtig, welche Ursache das Burn-out-Syndrom hat, denn Stress ist die Antwort des Organismus auf jede Beanspruchung. Durch die permanente Ausschüttung von Stresshormonen quellen die Stressorgane, wie die Nebenniere, an, welche dann zu viel Cortisol produzieren. Die Folge sind psychosomatische Krankheiten aller Art.

Aus diesem Kreislauf und dem eigenen Erschöpfungszustand auszubrechen, ist für die Patienten sehr schwierig. Meist dauert es lange, bis sie begreifen, dass die Symptome Teil einer psychischen Erkrankung sind und kein Ausdruck der eigenen Unzulänglichkeit. Schon die Suche nach Hilfe ist ein erster sehr wichtiger Schritt im Heilungsprozess des Burn-out-Syndroms. Gerne beraten wir Sie dahingehend auch in unserer Praxis!