Was hilft bei Sonnenbrand und Sonnenstich? – Teil 2

Was hilft bei Sonnenbrand und Sonnenstich? – Teil 2 | Praxis Schleicher & Brückl

Was hilft bei Sonnenbrand und Sonnenstich? – Teil 2

Nicht nur der Sonnenbrand ist gefährlich, auch der Sonnenstich ist eine extreme Belastung für den Körper.
Wir erklären, wie Sie sich schnell wieder besser fühlen.

Was tun bei…

Sonnenstich

Treten nach einem Sonnenbad Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Nackensteifheit, Bewusstseinsschwund oder innere Unruhe auf, dann haben Sie mit großer Wahrscheinlichkeit einen Sonnenstich.
Durch lange oder intensive Sonneneinstrahlung auf den Kopf werden die Hirnhäute gereizt und die Lymphe gestaut.

Kinder sind dabei besonders gefährdet, denn weniger Kopfhaare bilden ein höheres Risiko! Weitere Risiken sind, wenn Sie zu wenig trinken, viel schwitzen oder falsch gekleidet sind. Auch exzessive Sportbetätigung in der heißen Sonne kann einen Sonnenstich bewirken.

Anzeichen eines Sonnenstichs:

  • Bewusstseinsschwund
  • Erbrechen
  • Hohes Fieber
  • Hochroter Kopf
  • Heiße, trockene Haut
  • Stumpfer Gesichtsausdruck
  • Taumelnder Gang
  • Erhöhter Puls

Im Zweifelsfall sollten Sie bei einem Sonnenstich immer den Arzt aufsuchen. Bei akuten Beschwerden legen Sie sich hin, aber lagern Sie den Kopf hoch, damit das Lymphödem abfließen kann. Legen Sie feuchte Tücher auf Stirn und Nacken, trinken Sie Basenbrühe oder Flüssigkeiten mit viel Calcium.

Basenbrühe-Tipp: Da der Körper bei jeder Sonneneinstrahlung angesäuert wird, führt die Basenbrühe zur vermehrten Ausscheidung von Flüssigkeit und damit zur Prävention eines Lymphödems. Denken Sie jedoch an ausreichend Flüssigkeitszufuhr mit magnesium- und calciumreichen Mineralwässern.
Basenbrühe kann leicht selbst hergestellt werden: ¼ Knollensellerie, 3 Karotten und 2 Kartoffeln werden 20min im Schnellkochtopf ausgekocht. Die Brühe kann dann warm oder kalt getrunken werden.

Achtung: Sonnenstich kann auch ohne Sonnenbrand auftreten! Vor allem bei Kindern sollten Sie bei den oben genannten Symptomen sofort handeln und einen Arzt aufsuchen. Die Anzeichen können immer auch lebensbedrohliche Zustände für das Kind darstellen.

 

Lesen Sie auch unseren ersten Teil: Was hilft bei Sonnenbrand und Sonnenstich? – Teil 1

Was hilft bei Sonnenbrand und Sonnenstich? – Teil 1

Was hilft bei Sonnenbrand und Sonnenstich? – Teil 1 | Praxis Schleicher & Brückl

Was hilft bei Sonnenbrand und Sonnenstich? – Teil 1

Sonnentage erhellen nicht nur das Gemüt, sie sich auch lebenswichtig! Die Sonne regt nämlich die Bildung von Vitamin D an, das für die Struktur der Knochen, der Zähne, der Haar, der Haut usw. sehr wichtig ist.
Die Sonneneinstrahlung regt entscheidend bestimmte Drüsen an und kann dabei erhebliche Elektrolytverschiebungen auslösen. Oft ist dies der Grund, warum es gehäuft im Frühjahr und Herbst zu immunologischen Krisen und Müdigkeit kommt.

Doch die Sonne bringt leider nicht nur positiven Seiten mit sich: für unsere Haut kann sie extrem gefährlich werden! Vor allem Kinder, deren Haut dünner ist, sollten keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.

Aber auch im Schatten kann ein Sonnenbrand entstehen. Ausgelöst wird er durch UV-Strahlen, die auch im Schatten wirksam sind. Verstärkt wird die UV-Intensität durch Wasser, Sand, Gebäude und auch Schnee, da hier die Strahlen reflektiert und gebündelt einwirken!

Wir erklären, wie Sie sich schnell wieder besser fühlen.

Was tun bei…

Sonnenbrand

Meist bemerkt man gar nicht, dass gerade ein Sonnenbrand entsteht. Er entwickelt sich langsam, die Haut rötet sich, schmerzt, sogar die Oberhaut kann sich ablösen.

Am besten kühlen Sie den betroffenen Bereich mit feuchten Umschlägen und tragen antiallergische Gele gegen die Rötung und das Brennen auf. Gele wirken zusätzlich kühlend, weshalb sie besser geeignet sind als Salben.

Achten Sie darauf, dass Sie genug trinken! Der Sonnenbrand lässt die Haut austrocknen. Sie braucht danach viel Flüssigkeit, um sich wieder zu erholen.
Auch Quarkpackungen, Joghurt-Wickel, Gurkenscheiben oder der Saft von Kartoffeln wirken kühlend und geben der Haut Feuchtigkeit zurück.
Nach der akuten Phase können Sie feuchtigkeitsspendende Hautlotionen mit Arganöl und Schwarzkümmelöl verwenden.

Tipp: Pures Arganöl hat wegen seiner besonderen Inhaltsstoffe eine Sofortwirkung bei jeder Art von Sonnenbrand und kann direkt auf die Haut aufgetragen werden. Es verhindert auch Schäden an der Haut.

Achtung: Da Sonnenbrand grundsätzlich eine Verbrennung der Haut ist, müssen Sie bei starken Verbrennungen II. Grades (Blasenbildung, starke Schmerzen) einen Arzt aufsuchen! Auch wenn Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel, hohes Fieber, Erbrechen und Schüttelfrost auftreten, müssen Sie sich in ärztlich Behandlung begeben!

Driving-Menu: So bleiben Sie bei langen Autofahrten fit

Driving-Menu | Praxis Schleicher & Brückl

Driving-Menu: So bleiben Sie bei langen Autofahrten fit

Die Ferienzeit hat begonnen und viele von uns nutzen die schönste Zeit des Jahres, um in den Urlaub zu fahren. Wer sich dabei für eine Reise mit dem Auto entscheidet, muss jedoch auch bedenken, dass durch falsche Ernährung das Unfallrisiko beim Autofahren signifikant erhöht werden kann.

Viele Urlauber beginnen ihre Fahrt mitten in der Nacht oder sehr früh morgens. Schnell noch ein gefrühstückt und los geht’s.
Aber Achtung: bei falscher Ernährung treten oftmals etwa 2 Stunden nach dem Frühstück Konzentrationsschwächen und Sehstörungen auf!

Dabei wäre es so einfach, wenn man sich an die Grundregeln der richtigen Ernährung halten würde. Die beste Essenszeit ist zwischen 6:00 und 9:00 Uhr morgens.
Hauptsächlich sollte die erste Mahlzeit aus Eiweiß bestehen, dazu ausgewogene Kohlehydrate und bestimmte Fette. Ein Frühstücks-Menü könnte beispielsweise aus folgenden Zutaten bestehen:
Käse, Quark, Eier, Joghurt, Schinken, Fisch, Vollkorn, Hülsenfrüchte, Corned beef, kalter Braten, Pilze.
Dadurch kann nicht nur die Leistungsfähigkeit gesteigert werden, auch ein paar unnötige Pfunde verschwinden!

Als Getränk empfiehlt sich Frühs frische Milch oder reine Obstsäfte. Vor allem Frauen sollten außerdem auf eisenreiche Säfte zurückgreifen, da sie oft von Eisenmangel betroffen sind. Dieser führt zu Erschöpfung, Konzentrationsmangel und die Leistungsfähigkeit wird gesenkt.

Wer diese eiweißreiche Ernährung einhält, kann sich für 4 bis zu 6 Stunden sehr gut konzentrieren und lange Autofahrten gut durchstehen.
Trotzdem sollten Sie alle 2-3 Stunden eine Pause einlegen, bei der Sie sich ausreichend bewegen. Sie können in den 10-15 Minuten zum Beispiel Kniebeugen oder kurze Jogginganläufe machen. Das erhöht die Atemfrequenz und bringt mehr Sauerstoff in den Körper, der wiederum wach macht.

Beispiele für ein ideales Driving-Menu:

  • 100g Quark, 1 Ei, Vollkornbrot mit frischem Oliven- oder Arganöl (10g Fett); dazu ein frischgepresster Saft mit viel Vitamin C (um Eisen und Calcium besser aufnehmen zu können)
  • Vollkornbrot kräftig belegt mit Käse, Schinken oder anderen oben aufgeführten Nahrungsmitteln, dazu Trockenfrüchte (z.B. Datteln) und Mandeln, die man immer wieder als Zwischenmahlzeit essen kann

Achtung Insektenstiche: Tipps zur Vorbeugung und Behandlung

Achtung Insektenstiche: Tipps zur Vorbeugung und Behandlung | Praxis Schleicher & Brückl

Achtung Insektenstiche: Tipps zur Vorbeugung und Behandlung

Insekten sind oft ein lästiger Begleiter an warmen Sommerabenden. Doch was kann man tun, um nicht gestochen zu werden?

Wir haben ein paar Tipps für Sie zusammengestellt:

  • in der Nähe von Bienen oder Wespen ganz normal bewegen
  • niemals nach Bienen oder Wespen schlagen!
  • keine Parfüms, ätherische Öle, parfümierte Cremes oder Lotionen auf der Haut benutzen
  • Schweiß- und Ledergeruch fördern die Stechbereitschaft
  • helle Kleidung tragen
  • keine Bananen oder andere Früchte in der Nähe von Bienen, Wespen oder Hornissen verzehren; sie enthalten Substanzen, welche die Insekten mit einem Alarmstoff zur Verteidigung verwechseln und erhöhen die Bereitschaft zuzustechen
  • niemals auf einer getönten Flasche trinken, die im Freien gestanden ist
  • Getränke im Freien, besonders zuckerhaltige, immer abdecken
  • Insektenmittel: chemisch oder auch natürlich (besonders gut wirken Zitronen-Eukalyptus-Cocktails)
  • besondere Vorsicht gilt bei warmen schwülen Wetterlagen und hohem Luftdruck

Ganz zu vermeiden sind die Stiche aber oftmals einfach nicht. Passiert’s dann doch mal, ist das in der Regel kein Grund zur Panik. Um die Stiche etwas angenehmer zu machen und schneller abheilen zu lassen, können Sie folgendes ausprobieren:

  • Quarkwickel
  • Eiswürfel zum Kühlen und zur Entzündungshemmung
  • Teebaumöl zum Einreiben wirkt desinfizierend und entzündungshemmend
  • zur immunologischen Langzeitbehandlung können orale Gegensensibilisierungen aus Eigenblut oder Eigenurin und Eigenblutinjektionen helfen

ACHTUNG!

Bei Stichen im HNO/Rachenraum ist besonders aufzupassen! Es drohen Atemnot oder sogar Erstickungsgefahr! Deshalb sollten Sie rasch und bedacht handeln:

  • Oberkörper aufrecht halten
  • Eiswürfel lutschen und an die betroffene Stelle bringen
  • mit Eiswasser gurgeln
  • zusätzlich von außen kühlen und Arnika geben
  • Eiswürfelpakete um den Hals legen
  • nichts trinken!
  • Notarzt rufen

Allergiker sollten zusätzlich, wie schon in unserem Teil 1 der Insektenstichbeiträge erwähnt, ein Notfallset aus Antihistaminika, Cortison und Adrenalin bei sich tragen.

Achtung Insektenstiche: wann sie gefährlich werden können

Achtung Insektenstiche: wann sie gefährlich werden können

Achtung Insektenstiche: wann sie gefährlich werden können | Praxis Schleicher & Brückl

Achtung Insektenstiche: wann sie gefährlich werden können

Bei Rekordtemperaturen in diesem Sommer verbringen die meisten Menschen ihre Abendstunden bei den angenehmeren Temperaturen im Freien. Sei es ein gemütlicher Grillabend, noch ein kurzer Ausflug zum See oder einfach nur zuhause im Garten: Insekten sind ein ständiger Begleiter. Am Ammersee kämpft man aktuell sogar gegen eine wahrliche Mückenplage.

In der Regel sind Insektenstiche nur lästig, aber harmlos. Es zeigt sich meist nur eine leichte Schwellung und mäßige Rötung an der Einstichstelle.

Anders verhält es sich jedoch bei Personen, die plötzlich allergisch reagieren. Auch bei Stichen und Bissen im Rachen-Zungenraum kann es zu lebensbedrohlichen Situationen kommen. Immerhin sterben jedes Jahr aufs Neue Menschen an den Folgen von Insektenstichen.

Die meisten Symptome nach Insektenstichen werden durch das Insektengift ausgelöst. Zu ihnen zählen unter anderem:

  • Juckreiz
  • Ausschlag
  • Schwindel
  • Unwohlsein
  • Nesselsucht
  • Schwellungen
  • Atemnot
  • Kreislaufkollaps
  • anaphylaktischer Schock

Gefährdete Personen sollten deshalb immer ein Notfallset zur Verfügung haben. Dieses beinhaltet Antihistaminika, Cortison und Adrenalin. Auch ein Allergieausweis kann in manchen Fällen sinnvoll sein, da es Reaktionen gibt, bei denen man plötzlich nicht mehr sprechen kann.

Grundsätzlich kann man die Allergie durch Eigenblutinjektionen oder Gegensensibilisierungs- und Desensibilisierungsverfahren behandeln.

Gefährlich kann es auch werden, wenn gestochene Personen die Stiche aufkratzen. Dabei kommt es nicht selten zu Infektionen, mit Bakterien, die sonst die in den Körper gelangt wären. Gelangen so gefährliche Keime in die Blutbahn (z.B. Streptokokken), droht eine Blutvergiftung!

In unserem nächsten Artikel geben wir Ihnen wertvolle Tipps, wie Sie Insektenstiche vorbeugen und die Symptome behandeln können.

Achtung Insektenstiche: Tipps zur Vorbeugung und Behandlung

Nahrungsmittel und ihre Wirkung auf Medikamente – Teil 2

Nahrungsmittel und ihre Wirkung auf Medikamente – Teil 2 | Praxis Schleicher & Brückl

Nahrungsmittel und ihre Wirkung auf Medikamente – Teil 2

Teil 1: Nahrungsmittel und ihre Wirkung auf Medikamente – Teil 1

Weiter gehts mit Teil 2 und weiteren Nahrungsmitteln und Medikamenten.

Cortison

Wenn schon unbedingt Cortison eingenommen werden muss, brauchen Sie eine Vitamin-C-reiche Kost, da Vitamin-C die Arbeit der Nebenniere unterstützt. Essen Sie auch reichlich mageres Eiweiß, wie Fisch, Fleisch, Eischnee und Milchprodukte, weil Cortison den Eiweißbestand reduziert. Außerdem sollten Sie den Salz- und Zuckergebrauch stark einschränken.

Diuretika

Diuretika entwässern und entziehen dem Körper lebenswichtige Mineralien und auch Vitamin C. Wenn Sie Diuretika nehmen, müssen Sie Kalium zuführen. Am besten eignen sich dazu Kartoffeln, Aprikosen, Bananen, Melonen, Pflaumen, Bohnen, Erbsen, Karotten, Spargel sowie auch Bier und Bierhefe.

Lipidsenker

Lipidsenker dienen zum Senken der erhöhten Blutfettwerte, haben allerdings sehr viele Nebenwirkungen. Sie verhindern die Aufnahme der Nahrungsfette und vor allem der fettlöslichen Vitamine. Versuchen Sie Ihren Cholesterinspiegel immer erst mit Ernährung zu senken. Rohkost- und Obsttage und eine knackige gesunde Mischkost, die höchstens 70-80 g Fett am Tag enthält, dazu den täglichen Löffel Lecithin und wertvolle Chufas-Nüssli können helfen. In jedem Fall sollten Sie auf Kaffee, fettes Fleisch und viel Eigelb verzichten.

Impotenz

Manche Medikamente erzeugen Errektions- und Potenzstörungen. Dazu zählen Bluthochdruckmittel, Mittel gegen Gicht und Magenschleimhautreizung, Psychopharmaka sowie verschiedene Herzmittel. Auch Anabolika, wie Bodybuilder sie benutzen, hemmen die Potenz. Gichtmittel können meist auch durch eine vernünftige Diät ersetzt werden. Ebenso der Blutdruck lässt sich schadfrei einstellen mit beispielsweise salzarmen Speisen und dem Abbau von Stress.

Antikoagulantien

Unter Antikoagulantien versteht man Blutverdünnen. Wer sie nimmt, sollte Nahrungsmittel meiden, die Vitamin K beinhalten. Vitamin K ist vor allem in grünem Blattgemüse wie Kopf- und Feldsalat, Spinat, Mangold, Blumenkohl, Rosenkohl, Brokkoli, Fenchel sowie auch in Eigelb, Innereien (Leber), Distelöl, Sojabohnen und fetthaltiger Milch enthalten. Wenig Vitamin K enthält Getreide (ausgenommen Hafer), alle Wurzelgemüsearten und fast alle Früchte. Bei Einnahme eines Vitaminkomplexes sollte man diesen deshalb auf den Vitmamin-K-Gehalt checken.

Nahrungsmittel und ihre Wirkung auf Medikamente – Teil 1

Nahrungsmittel und ihre Wirkung auf Medikamente – Teil 1 | Praxis Schleicher & Brückl

Nahrungsmittel und ihre Wirkung auf Medikamente – Teil 1

Die Wirkung von bestimmten Arzneimitteln kann durch gleichzeitige Nahrungsaufnahme verstärkt oder abgeschwächt werden. Auch unerwünschte Wirkungen können auftreten. Oft lassen sich Interaktionen zwischen Arzneimitteln und Nahrungsmitteln schon durch einfache Maßnahmen effektiv vermeiden. Wir zeigen Ihnen wie!

Antibiotika

Antibiotika zerstören empfindlich den Vitaminhaushalt und die Verwertung von Mineralien aus der Nahrung. Deswegen ist es sehr wichtig, nach der Behandlung mit Antibiotika die Darmflora wieder aufzubauen, komplexe Kohlenhydrate aus vollem Korn zu essen und auch genügend Gemüse, Früchte und Milchsäureprodukte von Sauerkraut bis Joghurt zu sich zu nehmen. Bis ein paar Wochen nach der Antibiotikaeinnahme sollte wenig Fleisch gegessen und Zucker vermieden werden.

Tetrazykline

Tetrazykline sind antibiotisch wirksame Arzneistoffe. Sie verbinden sich mit dem Calcium, das aus der Milch kommt, weshalb die bakterienhemmende Wirkung stark herabgesetzt oder ganz aufgehoben wird. Diese Antibiotika also immer nur mit Wasser einnehmen!
Penicillinarten
Penicilline sind auf Säuren empfindlich. Deshalb sollte man nichts gleichzeitig essen, das die Magensäuresekretion anregt, zum Beispiel Meerrettich, Senf, Weißwein oder Bouillon.

Eisenpräparate

Sie dürfen nie mit Kaffee, Tee oder Rotwein geschluckt werden, denn die darin befindliche Gerbsäure geht im Magen eine schwerlösliche Verbindung ein. So wird das Eisen ungenutzt ausgeschieden! Die Aufnahme von Nahrungseisen wird wesentlich verbessert, wenn man beispielsweise Eisen aus Leber, Schinken, Blutwurst, Eigelb, Milch aber auch aus Vollkorn, Spinat oder grünem Salat zu sich nimmt. Kombiniert man dies mit Vitamin C, wird die Eisenaufnahme verstärkt. Deshalb öfter vor dem Essen auch mal ein Gläschen frischen Orangen- oder Zitronensaft trinken.

Appetitzügler

Appetitzügler können auf Dauer zu Nerven- und Gehirnschäden führen. Sie lassen signifikant den Vitamin-C-Spiegel abfallen, was die Abwehrkräfte schwächt und sich negativ auf den Fettstoffwechsel auswirkt. Sollten Sie kurzfristig Appetitzügler nehmen müssen, dann bitte reichlich Vitamin-C-Haltiges essen und trinken!

Abführmittel

Diese Medikamente sind immer gefährlich! Sie entziehen dem Körper lebenswichtige Mineralien und erschlaffen den Darm. Die Elektrolytverluste können bis zu schweren Herzschädigungen führen. Gegen Verstopfung hilft eher faserreiche Kost. Meiden Sie auch auf Dauer harmlose Paraffinöle, denn sie werden unverdaut ausgeschieden und scheiden auch die sehr lebenswichtigen fettlöslichen Vitamine A, D, E und K aus.

Antazida

Sie binden die Magensäure und helfen bei Sodbrennen. Antazida enthalten sehr oft Aluminium. Meiden Sie nach ausführlichen Gelagen diese Säurebinder und trinken Sie während des Abends reichlich Mineralwasser, denn auch dies beugt dem Kater vor. Die häufige Übersäuerung kann verhindert werden durch Verzicht auf alles Raffinierte, wie Weißmehl, Kuchen, Zucker, Schokolade, Eiscreme, etc. Greifen Sie lieber zu natürlichen Stoffen wie Kartoffeln, Karotten, hochwertigen Eiweiß, mageren Fisch, Quark, Vollkornbrot und Milch.

Schon bald geht es weiter mit Teil 2 und weiteren Medikamenten inklusive Ihrer Wechselwirkungen mit Nahrungsmitteln!

 

Teil 2: Nahrungsmittel und ihre Wirkung auf Medikamente – Teil 2

Wie viel Sport ist gesund? – Bewegungsmangel vs. Hochleistungssport

Wie viel Sport ist gesund? | Praxis Schleicher & Brückl

Wie viel Sport ist gesund? – Bewegungsmangel vs. Hochleistungssport

Ohne Bewegung ist an einen gesunden Körper gar nicht zu denken. Unser Organismus ist auf Bewegung ausgerichtet, um gesund zu sein und zu bleiben. Wichtige Teile wie das Herz-Kreislaufsystem, der Bewegungsapparat und die motorische Koordination funktionieren nur dann gut, wenn wir ausreichend Sport treiben.
Aber: Intensive Studien des immunologisch versierten Sportmediziners Prof. Dr. Heinz Liesen (ehem. Arzt der Hockey-Nationalmannschaft) belegen, dass weder ein Bewegungsmangel noch Hochleistungssport förderlich für die Gesundheit ist.

Bewegungsmangel

Das bequeme Sesselleben mit nur kleinen Spaziergängen führt zur Abnahme der körpereigenen Immunkraft. Sie wird dadurch nicht nur geschwächt, sie degeneriert sogar, denn durch den Mangel an körperlicher Aktivität verengen sich die Gefäße, ihre Durchblutung wird vermindert und die Atmung flacher. Der Organismus nimmt also weniger Sauerstoff auf und kann ihn dazu noch weniger zu den Organen und dem Gewebe leiten.

Hochleistungssport

Auch beim Sport mit andauernder Hochbelastung wird durch Körperstress das Immunsystem geschwächt. Bei Marathonläufern etwa kann das Niveau auf das von AIDS-Patienten absinken. Die Infektanfälligkeit und die Krankheitsrate steigen acht Tage nach der Anstrengung beängstigend an.

Die schlichte Einsicht: Bewegungsmangel ist ebenso ungesund wie übertreibender Sporteinsatz.

Ideal, auch wenn es trivial klingt, ist eine maßvolle, aber regelmäßige Körperbelastung: schnelles Gehen, leichtes Laufen, kräftiges Schwimmen, zügiges Radfahren, usw. Dadurch werden nachweislich im Lymphsystem neue, sehr aktive Immunzellen gebildet und die Gefäße erweitert. Ihre Durchblutung wird dadurch erhöht und der Sauerstoffgehalt steigt steil an. Das bedeutet, dass ein regenerativer Prozess aller Organe eingeleitet wird und die Abwehrkraft des gesamten Immunsystem zunimmt.
Die schwerste Aufgabe dabei ist das Anfangen. Mindestens eine halbe Stunde Bewegung pro Tag brauchen wir, um gesund zu bleiben. Um relevante Gesundheitsgewinne zu erzielen, sollten Sie mindestens 2 Stunden pro Woche Sport treiben. Ab ca. sieben Stunden pro Woche kehrt sich der gesundheitsförderliche Effekt allerdings dann um und schadet dem Körper.

Kochen und Heilen Teil 2: Essen als Heilmittel

Essen und Heilen Teil 2 | Praxis Schleicher & Brückl

Kochen und Heilen Teil 2: Nahrungsmittel als Heilmittel

Teil 1: Kochen und Heilen Teil 1: Gewürze und Gewürzmischungen als Heilmittel

Gemüse ist lecker, knackig und gesund. Dazu reich an Kohlenhydraten, Vitaminen, Mineralstoffen und Eiweißen. Je nach Gemüsesorte sind vor allem Vitamin C und Vitamin K sowie Magnesium und Phosphor in hohen Mengen enthalten.
Vielen Gemüsearten wird sogar eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. Diese stellen wir Ihnen heute vor.

Hülsenfrüchte

In Hülsenfrüchten und Gemüse steckt in hoher Konzentration neben wichtigen Vitamin-Spurenelementen Folsäure. Folsäure vermindert das Risiko für Darmkarzinome um 75 % und bewirkt außerdem eine Senkung des Arterioskleroserisikos.

Tomaten

Tomaten enthalten Lycopen, das das Karzinomrisiko in der Prostata um 50 % senkt. Zudem enthalten Tomaten Omega-3-Fettsäuren, die wiederum das Herzinfarktrisiko um etwa die Hälfte senken und außerdem antientzündlich wirken!

Ziegen- und Schafsmilchprodukte

Sensationell konnte festgestellt werden, dass auch Ziegen- und Schafsmilchprodukten das dort enthaltene Betacasein signifikant Brustkrebs verhindert.

Oliven- oder Rapsöle

Essentielle Fettsäuren mindern das Arterioskleroserisiko und vermindern das Krebsrisiko.

Obst

In Obst stecken sogenannte Radikalfänger. Sie tragen bei der Senkung des Arteriosklerose- und des Entzündungsrisikos bei.

Fleisch

In Fleisch steckt Carnitin, das als Transportenzym für essentielle Fettsäuren dient. Es transportiert die Fettsäuren in die Mitochondrien (Energiezentrale der Zelle).

Heilkräuter

Viele Kräuter enthalten immunologisch aktive Substanzen, die den Körper stärken.

Eine vergleichende internationale Studie ergab, dass unter den Bewohnern Kretas Gefäßerkrankungen zu 95-97 % seltener auftreten, als in den USA oder in den Ländern Nord- oder Zentraleuropas. Aufgrund dieser sensationellen Ergebnisse wurde die Studie vertieft. Zugleich wurde als Nebeneffekt der Studie eruiert, dass neben der niedrigen Arteriosklerosequote auch der Anteil an Tumorerkrankungen auf Kreta um 50 % niedriger liegt. Eindeutig zeigte sich, dass diese guten Ergebnisse mit der Nährstoffaufnahme zusammenhängen. So wurde nach internationalen Wissenschaftskriterien ein neues Grundkonzept zur gesunden Ernährung im neuen Jahrtausend vorgestellt. Das Ergebnis der 7-Länder Studie zur „Neuen Ernährung“ zeigt wichtige Säulen für ein gesundes Leben:

  • hochwertige Oliven- oder Rapsöle
  • Hülsenfrüchte
  • Gemüse
  • Fisch
  • Obst
  • Heilkräuter
  • Schaf-, Sauermilchprodukte
  • Nahrungsmittelqualität
  • richtiger Zeitpunkt
  • Fastenzeit
  • Entschlackung

Wichtig im Gesamtkonzept nur neuen Ernährung als Ergebnis der 7-Länder-Studie ist also die Zufuhr von hochwertigen essentiellen Fettsäuren, Carnitin, Folsäure, Lycopen und Wirkstoffen aus Weintrauben und Radikalfängern aus Obst und Gemüse. Entscheidend ist dabei die niedrige Zufuhr von Fleisch, aber dass dennoch alle 14 Tage 1-2x ein Carnitinproduzent notwendig ist. Bevorzugt werden Geflügel, Wild, Ziege oder Lamm.
Wer also gerne Gemüse isst, der tut nicht nur seiner Figur etwas Gutes, sondern vor allem auch dem ganzen Körper!

Kochen und Heilen Teil 1: Gewürze und Gewürzmischungen als Heilmittel

Essen und Heilen Teil 1 | Praxis Schleicher & Brückl

Kochen und Heilen Teil 1: Gewürze und Gewürzmischungen als Heilmittel

Gesund kochen kann so einfach gehen, denn bestimmte Gewürze sind wahre Wunderheiler! Manche Forschungen zeigen sogar, dass Einzelsubstanzen aus verschiedenen Gewürzen gezielt immunologischen Reaktionen zugeordnet werden können.
Wir stellen Ihnen heute einige Gewürze und ihre heilende immunologische Wirkung vor:

Ingwer

Ingwer sollte als Wurzel immer frisch in der Küche verwendet werden. Er ist sehr wirksam gegen alle Arten von Übelkeit, auch gegen Reisekrankheit. Für Kinder, die lange Autofahrten nicht gut vertragen, gibt es sogar spezielle Mittel, die nur Ingwer enthalten.
Im Ingwer ist der Stoff Gingeorol enthalten, der gegen Cholesterin und Blutverklumpung wirkt und so vor Schlaganfällen und Thrombosen schützt. Zusätzlich wirkt Ingwer entgiftend, entzündungshemmend und stimuliert das zentrale Nervensystem. Auch bei Bronchitis können Sie den Ingwer feingeraspelt (1/2 Teelöffel) mit Sirup mischen und mit heißem Wasser schlucken.
Vermischen Sie den Ingwer mit Knoblauch, verstärkt sich die antiseptische Wirkung noch mehr.

Zimt

Immunologisch ist der Zimt mittlerweile sehr gut erforscht. Insbesondere bei Zuckerkrankheiten kann Zimt bei Mengen von 1g/Tag den Blutzucker um bis zu 20% senken und stabilisieren. Viele Diabetiker brauchen bei regelmäßiger Zimtzufuhr sogar weniger Insulin.
Sehr günstig wirkt sich Zimt auch auf die Menstruation der Frau aus. Wenn sie eine Woche vor der Regel reichlich Zimt genießen, zum Beispiel als Zimtzucker auf Joghurt oder Milch, auf einem Bratapfel oder als gute Prise zu heißen Getränken, treten weniger Beschwerden auf.
Als Zimtöl enthält das Gewürz sogar eine Substanz, das wie ein Antibiotikum wirkt.
Und ganz nebenbei: Im Orient werden Mundpillen aus Honig vermischt mit Zimt und Nelken gelutscht, da dieser Duftstoff eine stark erotisierende Wirkung ausübt!

Nelke

Nelkenöl enthält den Wirkstoff Euganol, welcher stark antiseptisch wirkt und zur Betäubung von akuten Schmerzen eingesetzt wird. Es ist also gegen Bakterien wirksam und dient auch als Schmerzmittel bei Zahnweh.

Thymian

Immunologisch wertvoll ist die Wirksubstanz Thymol im Thymian. Diese wirkt desinfizierend und antibakteriell. Thymian wirkt hervorragend gegen Erkältungen, Halsentzündungen und auch gegen entzündliche Vorgänge im Magen-Darm-Trakt.

Muskat

Muskat enthält zu 15% ein ätherisches Öl, das Myristicin. Es wirkt antiseptisch, regt den Appetit an und vertreibt Blähungen. In Indonesien nimmt man beispielsweise bei akuten Bauchinfektionen und Durchfällen eine Messerspitze Muskatpulver mit Wasser ein.
Aber Vorsicht: Das Myristicin hat psychoaktive Eigenschaften und kann schon in der Dosis von einer einzigen Nuss (ca. 5-10 g) zu schweren Krämpfen, Schwindel, Halluzinationen und sogar zu einem Koma führen!

Natürlich können Sie die Gewürze nicht nur einzeln verwenden, sondern Gewürzmischungen herstellen. Aus medizinischer Sicht sind sie kombiniert sogar besonders wirksam.
Wichtig ist außerdem, dass Sie die Gewürze nicht schon zu Beginn des Kochens, sondern erst in den letzten 15 Minuten dem Essen hinzufügen. Sie können zum Beispiel wie beim Tee einen Gewürzbeutel kreieren, der dann zum Schluss dem Gericht beigegeben wird.

 

Teil 2: Kochen und Heilen Teil 2: Essen als Heilmittel