Hämochromatose: Entgiftungsprogramm für die Leber

Hämochromatose: Entgiftungsprogramm für die Leber | Praxis Schleicher & Brückl

Hämochromatose: Entgiftungsprogramm für die Leber

Ein gesunder Mensch hat ca. eine Eisenmenge von 4-5 g im Körper. Bei der Hämochromatose hingegen beträgt der Gesamteisengehalt 20-80 g! Deshalb wird die Hämochromatose auch Eisenspeicherkrankheit genannt, da durch den Darm zu viel Eisen aufgenommen wird und in verschiedene Organe abgelagert wird.
Besonders die Leber wird mit überschüssigem Eisen vollgeladen. Diese Überlagerung führt auf Dauer zu gefährlichen Organschäden. Die Leber ist ein zentrales Stoffwechselorgan, weshalb eine regelmäßige Entlastung und Entgiftung besonders bei Hämochromatose-Patienten sehr wichtig ist.

Warum entgiften?

Bei Hämochromatose-Patienten leidet die Leber stark unter der Einlagerung von Eisen, denn es wirkt in den Leberzellen wie Zellgift. Bei der Therapie der Hämochromatose wird dieses eingelagerte Eisen zwar entfernt, jedoch muss die Leber trotzdem mit einem erhöhten Eisenumsatz umgehen und diesen verstoffwechseln. Deshalb ist es besonders bei der Hämochromatose wichtig, dieses so wichtige Organ regelmäßig und gut zu pflegen.

Außerdem können mit Hilfe des Entgiftungsprogramms enorme Erfolge erzielt werden! Wissen Sie, dass die Leber zu den Organen gehört, die sich am besten regenerieren können? Nach einer Verletzung oder operativen Teilentfernung kann sie sogar Gewebe erneuern und nachwachsen!
Im Rahmen der Hämochromatoseforschung wurde in einer Studie festgestellt, dass die Leberzirrhose (Leberverfettung) wieder verschwinden kann, wenn man die Hämochromatose therapiert und somit die Leber entlastet.
Diese Erkenntnis ist sensationell, denn bisher galt die Leberzirrhose als nicht heilbar.

Entgiftungsprogramm für die Leber

Zu Beginn der Therapie wird ein Test auf Schwermetalle durchgeführt. Je nach Belastung finden dann zweimal pro Woche Infusionen zur Entgiftung in Kombination mit der Neuraltherapie statt.

Speziell für Hämochromatose-Patienten hat Frau Dr. Schleicher-Brückl ein Programm zur Entgiftung der Leber entwickelt.
Dieses besteht aus Infusionen zur Anregung der Entgiftungsleistung, aus der Neuraltherapie, die über dem Lebersegment zur Regulation und Förderung der Durchblutung zum Einsatz kommt sowie einer oralen Medikation, die der Patient zu Hause einnehmen kann.
Dieses aufeinander abgestimmte Programm hat eine Dauer von drei Wochen, wobei die orale Einnahme darüber hinaus weitere drei Wochen fortgeführt werden sollte.

Die Entgiftung sollte idealerweise zweimal im Jahr durchgeführt werden, sodass die Leber wieder auf Vordermann gebracht und bei ihrer Regeneration unterstützt wird.

Weitere Informationen und Artikel rund um das Krankheitsbild der Hämochromatose finden Sie unter Hämochromatose-Therapie.
Sie wollen mehr zur Neuraltherapie lesen? In unserem Artikel Grundlagen der Neuraltherapie haben wir die wichtigsten Fakten zusammengetragen.

Für weitere Fragen und eine individuelle Beratung stehen wir Ihnen gerne persönlich in der Praxis Schleicher & Brückl zur Verfügung. Einfach Termin vereinbaren unter 089 – 41 94 530 oder nutzen Sie unsere Online-Terminvereinbarung.

Hämochromatose: Therapiemöglichkeiten

Hämochromatose: Therapiemöglichkeiten | Praxis Schleicher & Brückl

Hämochromatose: Therapiemöglichkeiten

Leider ist die Hämochromatose unbehandelt eine sehr gefährliche Krankheit. Durch die massive Eisenüberladung kommt es vor allem in Leber zu starken Schädigungen, sodass nicht selten eine Leberzirrhose oder sogar ein Leberzellkarzinom auftreten kann.
Die gute Nachricht ist: die Hämochromatose ist sehr gut therapierbar, sodass diese gefährlichen Schäden verhindert werden können.

Therapiemöglichkeiten

Aderlass

Lange Zeit galt der klassische Aderlass als die Therapie schlechthin bei der Eisenspeicherkrankheit. Dadurch, dass den Betroffenen regelmäßig Blut abgenommen wird, entleeren sich die Eisenspeicher im Körper, da dieses Eisen wieder für die Herstellung des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin gebraucht wird.
Der Aderlass muss jedoch ein Leben lang regelmäßig durchgeführt werden, teilweise bis zu 12 mal pro Jahr! Außerdem führt der chronische Blutverlust bei manchen Patienten zu einer Schwächung des Körpers, da auch andere wichtige Blutbestandteile, die insbesondere für das Immunsystem wichtig sind, verloren gehen.

Erythrozytapherese

Wir in der Gemeinschaftspraxis Schleicher & Brückl bevorzugen zur Hämochromatose-Therapie die Erythrozytapherese. Hierbei wird das Blut des Patienten aus der Armvene entnommen und durch ein geschlossenes, steriles Schlauchsystem in eine Apheresemaschine geleitet. Durch einen speziellen Separationsvorgang werden dem Blut dort dann lediglich die eisenhaltigen Erythrozyten, die roten Blutkörperchen, entzogen. Um möglichst viel Eisen zu entnehmen, bekommt der Patient vor der Apherese eine Erythropoetin-Injektion. Erythropoetin ist ein Wachstumsfaktor für rote Blutkörperchen, sodass diese dann vermehrt gebildet werden. Da zur Bildung roter Blutkörperchen wiederum Eisen gebraucht wird, leeren sich die Speicher, sodass sich eine anschließende Apherese noch effizienter gestaltet.
Der Vorteil der Erythrozytapherese ist, dass sie nicht so oft wiederholt werden muss wie der klassische Aderlass. Schon nach zwei bis drei Behandlungen fallen die hohen Eisenwerte ab. Zusätzlich muss die Apherese nur alle ein bis drei Jahre wiederholt werden. Außerdem leiden die Betroffenen nicht so sehr unter der Blutentnahme, da bei der Apherese nur speziell die roten Blutkörperchen entfernt werden und alle anderen wichtigen Blutbestandteile wieder in den Körper zurückbefördert werden.

Aufgrund der steigenden Nachfrage besitzt die Gemeinschaftspraxis Schleicher & Brückl aktuell zwei Apherese-Geräte.

Weitere Informationen und Artikel rund um das Krankheitsbild der Hämochromatose finden Sie unter Hämochromatose-Therapie.

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne persönlich in der Praxis Schleicher & Brückl zur Verfügung. Einfach Termin vereinbaren unter 089 – 41 94 530 oder nutzen Sie unsere Online-Terminvereinbarung.

Hämochromatose: Welche Symptome treten auf?

Hämochromatose: Symptome | Praxis Schleicher & Brückl

Hämochromatose: Welche Symptome treten auf?

Die Hämochromatose gehört zu den häufigsten genetischen Funktionsstörungen in Nordeuropa. Durch eine Mutation auf einem Gen speichert der Körper zu viel Eisen, was wiederum auf Dauer zu schweren Schädigungen führen kann.
Die Eisenspeicherkrankheit wird allerdings nur selten diagnostiziert, da sie sehr unspezifische Symptome aufweist und weil es nur wenige Spezialisten auf diesem Gebiet gibt.
Frau Dr. Schleicher-Brückl ist eine dieser Spezialistinnen. Schon ihre Promotion hat sie dem Thema Hämochromatose gewidmet und hat viele Jahre an der Krankheit geforscht.

Symptome bei der Hämochromatose

Bei der Hämochromatose wird im Dünndarm zu viel Eisen aus der Nahrung in das Blut aufgenommen. Von dort wird es dann in verschiedene Organe transportiert und abgelagert. Im Normalfall braucht unser Körper das Eisen für die Bildung des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin. Ist jedoch zu viel Eisen vorhanden, kann der Organismus es nicht mehr verarbeiten und legt Eisenspeicher an, die zu großen Schäden führen können.

Das Problem an der Krankheit ist, dass sie in den Anfängen meist keine merkbaren Symptome verursacht und die Betroffenen gar nicht von ihrer Erkrankung wissen.
Erste Beschwerden zeigen sich frühestens nach dem 20., meist allerdings erst zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr.
Folgende Symptome treten auf:

  • Müdigkeit
  • Leistungsschwäche
  • Gewichtsabnahme
  • Libidoverlust, Impotenz
  • Gelenkbeschwerden
  • Hautverfärbungen
  • Diabetes mellitus
  • Herzbeschwerden

Diese Symptome deuten aber leider nicht sofort auf die Hämochromatose hin, da sie auch viele andere Ursachen haben können.

Diagnose

Mittlerweile gibt es einen 90% sensitiven Chromosomentest, der schnell Auskunft darüber gibt, ob die beschriebene Genmutation vorliegt. Wenn auffällige Symptome auftreten und die Eisenwerte hoch sind, kann dieser Test eine Hämochromatose diagnostizieren.

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne in der Praxis Schleicher & Brückl zur Verfügung. Einfach Termin vereinbaren unter 089 – 41 94 530.

Eisenspeicherkrankheit: häufig – gefährlich – therapierbar

Eisenspeicherkrankheit: häufig – gefährlich – therapierbar

Leider ist die Eisenspeicherkrankheit, die Hämochromatose, eine sehr schwierig zu diagnostizierende Erkrankung. Das liegt an ihren sehr unspezifischen Symptomen. Bei vielen Menschen sind die ersten Leitsymptome unter anderem:

  • ständige Müdigkeit
  • Leistungsschwäche
  • Impotenz
  • Diabetes mellitus
  • Herzschwäche
  • dunkle Hautpigmentierung (meist erst bei fortgeschrittener Hämochromatose)

häufig

Immerhin leiden in Deutschland nach Schätzungen etwa 400 000 Menschen an der Erbkrankheit. Sie ist jedoch nicht meldepflichtig, weshalb keine exakten Zahlen vorliegen.

gefährlich

Die Hämochromatose führt nicht selten über eine Leberzirrhose, ein Leberzellkarzinom und einer ausgeprägten Herzmuskelschwäche zum Tod, weshalb eine frühzeitige Therapie unabdingbar ist.

therapierbar

Bisher konnte die Eisenspeicherkrankheit nur sehr schwer diagnostiziert werden. Mittlerweile gibt es jedoch einen 90% sensitiven Chromosomentest, der sehr schnell Auskunft über die Erkrankung gibt, wenn die klinischen Symptome auffällig sind, die Transferrinsättigung (Eisentransport-Protein) mit Eisen und der Ferritinwert (Speicherstoff für Eisen) hoch sind.
Ist der Hämochromatose-Gentest an einen oder zwei Positionen positiv, kann sicher von der Eisenspeicherkrankheit ausgegangen werden.

Bisher wurden vor allem Aderlässe durchgeführt und Eisenchelatoren verabreicht. Diese Eisenchelatoren bringen jedoch erhebliche Nebenwirkungen mit sich und Aderlässe entziehen oftmals zu wenig Eisen oder sind aufgrund eines niedrigen Hämoglobinwertes gar nicht erst durchführbar.

Die Gemeinschaftspraxis Schleicher & Brückl führt aus diesem Grund eine neue Therapiekonzeption mit absolutem Erfolg durch.
Der Patient erhält bestimmte Injektionen (mit Erythropoetin), die seine roten Blutkörperchen (Erythrozyten) massiv zum Wachstum stimulieren. Das für die Bildung von roten Blutkörperchen benötigte Eisen nehmen die Erythrozyten aus der Leber und aus den Organen, in denen es vermehrt gespeichert wurde. Anschließend wird eine Erythrozytapherese (Blutseparationsverfahren) durchgeführt. Nach nur maximal drei Behandlungen hat der Patient wieder Normwerte und ist völlig symptomfrei.

Nach jetzigen Erfahrungen muss diese Therapie nur maximal alle 2-3 Jahre durchgeführt werden, falls es wieder zu einem leichten Anstieg der Symptome und der serologischen Werte kommt.

Aufgrund der hohen Nachfrage zur Hämochromatose-Therapie besitzt unsere Praxis mittlerweile sogar zwei Geräte zur Hämochromatosebehandlung.

Weitere ausführliche Informationen rund um das Thema Hämochromatose finden Sie unter Hämochromatose-Therapie oder in Frau Dr. Schleicher-Brückls Artikel im Paracelsus Magazin 6/18 „Die Hämochromatose – eine häufige Stoffwechselerkrankung“.

Natürlich beraten wir Sie auch gerne persönlich zur Hämochromatose in der Gemeinschaftspraxis Schleicher & Brückl in München.

Jetzt Termin vereinbaren!

Hämochromatose – Mit ganzheitlichen Ansätzen zum Erfolg

rote Blutkörperchen

Hämochromatose – Mit ganzheitlichen Ansätzen zum Erfolg

Obwohl die Hämochromatose aktuell zu den häufigsten Stoffwechselstörungen zählt, wird sie immer noch sehr selten diagnostiziert.
Das liegt zum einen an den sehr unspezifischen Symptomen, die in Folge der Krankheiten auftreten und zum anderen daran, dass es nur sehr wenige Spezialisten auf diesem Gebiet gibt.

Frau Dr. Schleicher-Brückl ist eine dieser Spezialistinnen. Sie hat bereits 7 Jahre lang am Krankheitsbild der Hämochromatose geforscht und ihre Promotion zum Thema „Rationale Therapie der Hämochromatose mit Erythrozytapherese unter niedrigdosierten Erythropoetingaben“ geschrieben.
Sie behandelt schon seit 10 Jahren Patienten mit der Krankheit und forscht auch heute noch kontinuierlich weiter zu diesem Thema.

Aufgrund der hohen Nachfrage zur Hämochromatose-Therapie besitzt unsere Praxis mittlerweile sogar zwei Geräte zur Hämochromatosebehandlung (lesen Sie dazu auch „Neuigkeiten zur Hämochromatose“).

Weitere ausführliche Informationen rund um das Thema Hämochromatose finden Sie unter Hämochromatose-Therapie oder in Frau Dr. Schleicher-Brückls Artikel im Paracelsus Magazin 6/18 „Die Hämochromatose – eine häufige Stoffwechselerkrankung“.

Natürlich beraten wir Sie auch gerne persönlich zur Hämochromatose in der Gemeinschaftspraxis Schleicher & Brückl in München.

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Neuigkeiten zur Hämochromatose

Neuigkeiten zur Hämochromatose | Praxis Schleicher & Brückl

Neuigkeiten zur Hämochromatose

Aufgrund der großen Nachfrage haben wir ein zweites Gerät zur Hämochromatosebehandlung bekommen. Somit können wir nun zwei Pheresen gleichzeitig laufen lassen und Ihre Wartezeit verkürzen.

Außerdem ist Frau Dr. Schleicher-Brückls Buch zum Thema Hämochromatose in einer Neuauflage erschienen und nun im Handel erhältlich!
Weitere Informationen HIER.

Falls Sie sich näher mit dem Thema Hämochromatose befassen wollen, lesen Sie auch unsere Beiträge Hämochromatose: Wie stelle ich sie fest? und Hämochromatose: Was mache ich dagegen?.

Neuer Artikel zur Hämochromatose im Paracelsus Magazin 6/18

Neuer Artikel zur Hämochromatose im Paracelsus Magazin 6/18 | Praxis Schleicher & Brückl

Neuer Artikel zur Hämochromatose im Paracelsus Magazin 6/18

Obwohl die Hämochromatose aktuell zu den häufigsten Stoffwechselstörungen zählt, wird sie immer noch sehr selten diagnostiziert.
Dies liegt an den sehr unspezifischen Symptomen, die in Folge der Krankheit auftreten. Deshalb ist es wichtig auf Frühsymptome zu achten!

Lesen Sie jetzt den neuen Artikel zum Thema Hämochromatose von Frau Dr. Dorothea Brückl im Paracelsus Magazin 6/18 vom 29.11.2018.

Zum Artikel

Hämochromatose: Was mache ich dagegen?

Hämochromatose: Was mache ich dagegen? | Praxis Schleicher & Brückl

Hämochromatose: Was mache ich dagegen?

Teil 1: Hämochromatose: Wie stelle ich sie fest?

Die Folgeschäden der Eisenspeicherkrankheit führen unbehandelt zu schwerwiegenden Erkrankungen im Körper. Bei rechtzeitiger Therapie können jedoch alle Schäden verhindert werden.

Klassischer Aderlass

Das bekannteste Behandlungsverfahren ist die Aderlasstherapie. Dem Patienten wird regelmäßig Blut entnommen, sodass die überfüllten Eisenspeicher geleert werden. Diese Aderlässe müssen lebenslang fortgesetzt und je nach Ausprägung der Krankheit 4 bis 12 mal pro Jahr durchgeführt werden. Die Therapie wird von den meisten Betroffenen gut toleriert, führt aber dennoch aufgrund des chronischen Blutverlustes zu einer Schwächung des Körpers. Außerdem gehen mit jeder Blutentnahme auch wichtige Blutbestandteile wie Eiweiße, Blutplättchen und weiße Blutkörperchen, die besonders für das Immunsystem wichtig sind, verloren. Bei Patienten mit Blutarmut oder ausgeprägter Herzmuskelschwäche sind Aderlässe allgemein zu gefährlich.

Medikamentöse Therapie

Bei der medikamentösen Therapie werden dem Patienten sogenannte Chelatbildner wie Deferoxamin oder Deferasirox verabreicht. Sie binden das Eisen an sich und scheiden es dann über die Niere aus. Allerdings werden die Medikamente oft nicht gut vertragen und haben viele Nebenwirkungen wie Seh- und Hörstörungen.

Erythrozytapherese: der optimierte Aderlass

Genau wie beim klassischen Aderlass wird dem Patienten bei der Erythrozytapherese Blut abgenommen. Allerdings fließt dieses sofort in ein geschlossenes System, wo es in seine Einzelteile aufgetrennt wird. Danach entfernt man gezielt nur die roten, eisenhaltigen Blutkörperchen aus dem Blut. Im Vergleich zum Aderlass lassen sich so pro Behandlung sehr viel mehr rote Blutkörperchen entfernen. Auch die Behandlungszeit ist viel kürzer.
Um die Therapie weiterhin zu verbessern und extrem hohe Eisenwerte möglichst schnell in die Norm zurückzubringen, wird vor der Erythrozytapherese die Blutbildung mit Erythropoetin angeregt. Erythropoetin ist ein Wachstumsfaktor für rote Blutkörperchen, der diese vermehrt bilden lässt. Sie verbrauchen Eisen, welches sie aus dem Gewebe, in dem es vermehrt eingelagert ist, herausholen und in sich selbst einbauen. Eine anschließende Erythrozytapherese ist somit noch effizienter. Meist fallen die Eisenwerte schon nach 2 bis 3 Behandlungen ab. Außerdem sind nur alle 1 bis 3 Jahre eine bis drei Behandlungen notwendig. Der Patient kann als gesund betrachtet werden.

Selbsthilfe: Ernährung umstellen

Die Ernährung spielt bei der Therapie der Hämochromatose zwar nur eine untergeordnete Rolle, jedoch können diätische Maßnahmen die Heilung unterstützen.

  • Schwarzer Tee zum Essen vermindert die Aufnahme von Eisen.
  • Verzichten Sie auf Vitamin C-haltige Getränke (z.B. Orangensaft) 2 Stunden vor und nach dem Essen, da diese die Eisenaufnahme begünstigen.
  • Trinken Sie keinen Alkohol, da er die Aufnahme von Eisen steigert und Gift für die Leber ist.
  • Versuchen Sie auf stark eisenhaltige Nahrungsmittel zu verzichten: z.B. Blutwurst (30mg/100g), Schweineleber (18mg/100g), Weizenkleie (15mg/100g), Kürbiskerne (11,2mg/100g), Rinderschinken (10mg/100g), getrocknete Sojabohnen (9,7mg/100g), Pinienkerne (9,2mg/100g), Austern (5,8mg/100g).

Hämochromatose: Wie stelle ich sie fest?

Hämochromatose: Wie stelle ich sie fest? | Praxis Schleicher & Brückl

Hämochromatose: Wie stelle ich sie fest?

Die Hämochromatose ist eine erblich bedingte Eisenspeicherkrankheit, die aufgrund eines Gendefekts (c282y-Mutation) auftritt.
Durch unsere Nahrung nehmen wir Eisen in den Körper auf, welches im oberen Dünndarmabschnitt dann ins Blut aufgenommen wird. Bei der Hämochromatose gelangt zu viel Eisen ins Blut, was eine erhöhte Blut-Eisen-Konzentration zur Folge hat. Dieses überschüssige Eisen wird dann in verschiedenen Organen abgelagert, was auf Dauert dort schwere Schäden verursachen kann. Typische „Eisenablageorte“ sind vor allem Leber, Bauchspeicheldrüse, Gelenke und Herz.

Obwohl die Hämochromatose aktuell zu den häufigsten Stoffwechselstörungen zählt, wird sie immer noch selten diagnostiziert. Dies liegt an den sehr unspezifischen Symptomen, die in Folge der Krankheit auftreten. Viele Betroffene wurden erst richtig diagnostiziert, weil ein findiger Arzt die Krankheit nach zu hohen Eisenwerten feststellen konnte. Deshalb ist es wichtig auf Frühsymptome zu achten.

Anfangs zeigen sich nur sehr unspezifische Symptome, wie zum Beispiel allgemeine Erschöpfung, Müdigkeit, unklare Gelenkbeschwerden, Gewichtsabnahme, diffuse Oberbauchschmerzen oder depressiven Verstimmungen.

Später treten aufgrund der zu hohen Eisenmenge im Körper schwere Organschäden auf:

  • Die Leber als zentrales Stoffwechselorgan wird am meisten belastet. Das überschüssige Eisen wird vorrangig dort gelagert und wirkt wie ein Zellgift. Ohne rechtzeitige Therapie folgt eine Leberzirrhose mit der Gefahr von Leberkrebs.
  • In der Bauchspeicheldrüse führen die Eisenablagerungen unter anderem zur Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).
  • Zellschäden im Herzmuskel können Herzinsuffizienz und Herzrhythmusstörungen auslösen.
  • Lagert sich Eisen in der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) ab, folgen ein Testosteronmangel mit verminderter Libido bei Männern und verfrühten Wechseljahren bei Frauen.

Äußert sich der Verdacht einer Hämochromatose, ist der nächste Schritt eine Blutabnahme mit Bestimmung von Ferritin (das Eisenspeicherprotein) sowie der Sättigung des Transferrins (Eisentransportprotein). Leider gehören diese Werte normalerweise nicht zur Routinediagnostik, weshalb erhöhte Werte oft lange nicht bemerkt werden.
Um die Diagnose zu sichern, besteht die Möglichkeit einen speziellen Gentest durchzuführen, mit dem die Hämochromatose zweifelsfrei erfasst werden kann.

Eine möglichst frühzeitige Diagnose und Therapie ist sehr wichtig, um Organschäden zu vermeiden und die Krankheit aufzuhalten. Lesen Sie demnächst, welche Therapiemöglichkeiten es für die Hämochromatose gibt.

Teil 2: Hämochromatose: Was mache ich dagegen?

Leberreinigung bei Hämochromatose

Entgiftungsprogramm für die Leber bei Hämochromatosepatienten

Die Hämochromatose ist eine erbliche Erkrankung, bei der zu viel Eisen aus der Nahrung aufgenommen wird und im Körper, vorrangig in der Leber abgelagert wird. Dies führt auf Dauer zu Organschäden. Da die Leber als zentrales Stoffwechselorgan bei der Hämochromatose besonders belastet ist, ist eine regelmäßige Entlastung und Entgiftung des Organs von höchster Wichtigkeit.

Eine Entgiftung, idealerweise zweimal im Jahr, bringt die Leber wieder auf Vordermann und unterstützt sie in Ihrer Regeneration.
Wussten Sie, dass die Leber zu den Organen gehört, die sich am besten regenerieren können? Im Rahmen der Hämochromatoseforschung wurde in einer Studie festgestellt, dass die Leberzirrhose (Leberverfettung) wieder verschwinden kann, wenn man die Hämochromatose therapiert und somit die Leber entlastet.
Diese Erkenntnis ist sensationell, denn bisher galt die Leberzirrhose als nicht heilbar.

Liegt eine Hämochromatose vor, so wird das überschüssige Eisen vorrangig in der Leber gelagert und wirkt dort wie ein Zellgift. Durch die Therapie der Hämochromatose entfernen wir zwar das überschüssige, abgelagerte Eisen, jedoch muss die Leber immer mit einem erhöhten Eisenumsatz umgehen und diesen auch verstoffwechseln. Deshalb ist es notwendig, dieses wichtige Organ gut zu pflegen.

Ich habe speziell für meine Hämochromatosepatienten ein Programm zur Entgiftung der Leber entwickelt. Dieses besteht aus Infusionen zur Anregung der Entgiftungsleistung, aus der Neuraltherapie über dem Lebersegment zur Regulation und Förderung der Durchblutung sowie einer oralen Medikation, die der Patient zu Hause einnehmen kann.

Dieses aufeinander abgestimmte Programm hat eine Dauer von 3 Wochen, wobei die orale Einnahme darüber hinaus weitere 3 Wochen fortgeführt werden sollte.

Am Anfang der Therapie steht eine Testung auf Schwermetalle und daraufhin finden zweimal pro Woche Infusionen zur Entgiftung statt in Kombination mit der Neuraltherapie.

Gerne vereinbaren Sie Ihre Termine für dieses Programm bei Ihrer Ansprechpartnerin: Claudia Hassan, 089-4194530 in unserer Praxis oder auch per Email an praxis@praxis-schleicher.de

Für weitere Fragen und zur Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Herzlichst,

Dr. med. Dorothea Brückl