Hämochromatose: Entgiftungsprogramm für die Leber | Praxis Schleicher & Brückl

Hämochromatose: Entgiftungsprogramm für die Leber

Ein gesunder Mensch hat ca. eine Eisenmenge von 4-5 g im Körper. Bei der Hämochromatose hingegen beträgt der Gesamteisengehalt 20-80 g! Deshalb wird die Hämochromatose auch Eisenspeicherkrankheit genannt, da durch den Darm zu viel Eisen aufgenommen wird und in verschiedene Organe abgelagert wird.
Besonders die Leber wird mit überschüssigem Eisen vollgeladen. Diese Überlagerung führt auf Dauer zu gefährlichen Organschäden. Die Leber ist ein zentrales Stoffwechselorgan, weshalb eine regelmäßige Entlastung und Entgiftung besonders bei Hämochromatose-Patienten sehr wichtig ist.

Warum entgiften?

Bei Hämochromatose-Patienten leidet die Leber stark unter der Einlagerung von Eisen, denn es wirkt in den Leberzellen wie Zellgift. Bei der Therapie der Hämochromatose wird dieses eingelagerte Eisen zwar entfernt, jedoch muss die Leber trotzdem mit einem erhöhten Eisenumsatz umgehen und diesen verstoffwechseln. Deshalb ist es besonders bei der Hämochromatose wichtig, dieses so wichtige Organ regelmäßig und gut zu pflegen.

Außerdem können mit Hilfe des Entgiftungsprogramms enorme Erfolge erzielt werden! Wissen Sie, dass die Leber zu den Organen gehört, die sich am besten regenerieren können? Nach einer Verletzung oder operativen Teilentfernung kann sie sogar Gewebe erneuern und nachwachsen!
Im Rahmen der Hämochromatoseforschung wurde in einer Studie festgestellt, dass die Leberzirrhose (Leberverfettung) wieder verschwinden kann, wenn man die Hämochromatose therapiert und somit die Leber entlastet.
Diese Erkenntnis ist sensationell, denn bisher galt die Leberzirrhose als nicht heilbar.

Entgiftungsprogramm für die Leber

Zu Beginn der Therapie wird ein Test auf Schwermetalle durchgeführt. Je nach Belastung finden dann zweimal pro Woche Infusionen zur Entgiftung in Kombination mit der Neuraltherapie statt.

Speziell für Hämochromatose-Patienten hat Frau Dr. Schleicher-Brückl ein Programm zur Entgiftung der Leber entwickelt.
Dieses besteht aus Infusionen zur Anregung der Entgiftungsleistung, aus der Neuraltherapie, die über dem Lebersegment zur Regulation und Förderung der Durchblutung zum Einsatz kommt sowie einer oralen Medikation, die der Patient zu Hause einnehmen kann.
Dieses aufeinander abgestimmte Programm hat eine Dauer von drei Wochen, wobei die orale Einnahme darüber hinaus weitere drei Wochen fortgeführt werden sollte.

Die Entgiftung sollte idealerweise zweimal im Jahr durchgeführt werden, sodass die Leber wieder auf Vordermann gebracht und bei ihrer Regeneration unterstützt wird.

Weitere Informationen und Artikel rund um das Krankheitsbild der Hämochromatose finden Sie unter Hämochromatose-Therapie.
Sie wollen mehr zur Neuraltherapie lesen? In unserem Artikel Grundlagen der Neuraltherapie haben wir die wichtigsten Fakten zusammengetragen.

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