Immunsystem: Was ist das eigentlich? Teil 2 | Praxis Schleicher & Brückl

Immunsystem: Was ist das eigentlich? Teil 2

Im Kampf gegen äußere und innere schädigende Entwicklungen arbeitet unser Immunsystem rund um die Uhr. Es hat verschiedene Abwehrmechanismen zur Verfügung, um den Körper zu schützen. Nur wenn diese im richtigen Verhältnis vorhanden und exakt reguliert sind funktioniert die Abwehr optimal.

Abwehrsysteme

Die wichtigsten Abwehrsysteme und Abwehrparameter für unser Immunsystem sind

  • die zelluläre Abwehr
  • die humorale Abwehr
  • die Leistung phagozytierende Zellen

Die zelluläre Abwehr

Die zelluläre Abwehr kann nur gut funktionieren, wenn folgende Zellen in der richtigen Anzahl und im richtigen Verhältnis vorliegen:

Thymozyten (T-Zellen): Vorläuferzelle eines T-Lymphozyten (erkennen Antigene)

B-Zellen: bilden Plasmazellen, die wiederum Antikörper ausschütten

aktivierte T-Zellen: erkennen Antigene

Helfer-Zellen: leiten nach Erkennung eines Antigens eine entsprechende Immunantwort ein

Natural-Killer-Zellen: töten abnormale Zellen wie Tumorzellen oder virusinfizierte Zellen

Granulozyten: zuständig für unspezifische Bekämpfung von Bakterien, Parasiten und Pilzen

Monozyten-Makrophagen: vielfältige Rollen bei der Erregerabwehr

Suppressor-Killer-Zellen: unterdrücken in bestimmen Situationen die Aktivierung des Immunsystems, damit dessen Selbsttoleranz reguliert wird und Autoimmunkrankheiten und Allergien verhindert werden

Retikulozyten: Vorstadium eines Erythrozyten (= rote Blutkörperchen)

Die humorale Abwehr

Zur humoralen Abwehr zählen löslich im Blut zirkulierende Substanzen. Sie leitet unter anderem die Immunantwort ein: Antigene werden sofort neutralisiert, zusätzlich entstehen Stoffe, die das gesamte Immunsystem in einen aktivierten Zustand versetzen. Dadurch wird die Immunantwort verstärkt und zielgerichtet, bis die Abwehrreaktion erfolgreich beendet ist.
Zur humoralen Abwehr gehören:

  • Plasmazellen (Produktion und Sekretion von Antikörpern)
  • Antikörper
  • Antigen-Antikörper
  • zirkulierende Immunkomplexe (Komplex aus Antigen und Antikörper)
  • Komplementsystem (System von Plasmaproteinen)
  • Mediatoren (Überbegriff für Botenstoffe im Körper)

Phagozytierende Zellen

Bestimmte Zellen wie unter anderem Makrophagen oder Granulozyten sind fähig, eine Phagozytose durchzuführen. Dabei eliminieren sie Bakterien und körpereigene Zellen, die abgestorben sind.

Auch wenn alle Zellen des menschlichen Abwehrsystems in richtiger Form und Anzahl vorliegen, können trotzdem Immundefekte bestehen. Wichtig für die systemische Abwehr von Krankheiten sind Flexibilität und Funktionsfähigkeit der einzelnen Zellen. Werden beispielsweise Beweglichkeit und Orientierungsfähigkeit wichtiger Abwehrzellen wie Granulozyten und Makrophagen gestört, gelingt keine effektive Immunreaktion zur Bekämpfung von Schadstoffen. Einerseits verläuft dann die Immunantwort zu langsam und unzureichend, andererseits ist auch die Informationsübertragung der Zellen gestört.

Das Immunsystem ist also ein sehr komplexes Geflecht, das sich aber prophylaktisch stärken und unterstützen lässt. Lesen Sie dazu gerne unsere Artikel:

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