Nahrungsmittel und ihre Wirkung auf Medikamente – Teil 2 | Praxis Schleicher & Brückl

Nahrungsmittel und ihre Wirkung auf Medikamente – Teil 2

Weiter gehts mit Teil 2 und weiteren Nahrungsmitteln und Medikamenten.

Cortison

Wenn schon unbedingt Cortison eingenommen werden muss, brauchen Sie eine Vitamin-C-reiche Kost, da Vitamin-C die Arbeit der Nebenniere unterstützt. Essen Sie auch reichlich mageres Eiweiß, wie Fisch, Fleisch, Eischnee und Milchprodukte, weil Cortison den Eiweißbestand reduziert. Außerdem sollten Sie den Salz- und Zuckergebrauch stark einschränken.

Diuretika

Diuretika entwässern und entziehen dem Körper lebenswichtige Mineralien und auch Vitamin C. Wenn Sie Diuretika nehmen, müssen Sie Kalium zuführen. Am besten eignen sich dazu Kartoffeln, Aprikosen, Bananen, Melonen, Pflaumen, Bohnen, Erbsen, Karotten, Spargel sowie auch Bier und Bierhefe.

Lipidsenker

Lipidsenker dienen zum Senken der erhöhten Blutfettwerte, haben allerdings sehr viele Nebenwirkungen. Sie verhindern die Aufnahme der Nahrungsfette und vor allem der fettlöslichen Vitamine. Versuchen Sie Ihren Cholesterinspiegel immer erst mit Ernährung zu senken. Rohkost- und Obsttage und eine knackige gesunde Mischkost, die höchstens 70-80 g Fett am Tag enthält, dazu den täglichen Löffel Lecithin und wertvolle Chufas-Nüssli können helfen. In jedem Fall sollten Sie auf Kaffee, fettes Fleisch und viel Eigelb verzichten.

Impotenz

Manche Medikamente erzeugen Errektions- und Potenzstörungen. Dazu zählen Bluthochdruckmittel, Mittel gegen Gicht und Magenschleimhautreizung, Psychopharmaka sowie verschiedene Herzmittel. Auch Anabolika, wie Bodybuilder sie benutzen, hemmen die Potenz. Gichtmittel können meist auch durch eine vernünftige Diät ersetzt werden. Ebenso der Blutdruck lässt sich schadfrei einstellen mit beispielsweise salzarmen Speisen und dem Abbau von Stress.

Antikoagulantien

Unter Antikoagulantien versteht man Blutverdünnen. Wer sie nimmt, sollte Nahrungsmittel meiden, die Vitamin K beinhalten. Vitamin K ist vor allem in grünem Blattgemüse wie Kopf- und Feldsalat, Spinat, Mangold, Blumenkohl, Rosenkohl, Brokkoli, Fenchel sowie auch in Eigelb, Innereien (Leber), Distelöl, Sojabohnen und fetthaltiger Milch enthalten. Wenig Vitamin K enthält Getreide (ausgenommen Hafer), alle Wurzelgemüsearten und fast alle Früchte. Bei Einnahme eines Vitaminkomplexes sollte man diesen deshalb auf den Vitmamin-K-Gehalt checken.