Stammzelltherapie | Praxis Schleicher & Brückl

Stammzelltherapie nach Schlaganfällen und Herzinfarkten

Stammzellen können sich durch ständige Zellteilung immer wieder selbst erneuern. Sie sind sozusagen die „Urzellen“ unseres Körpers. Außerdem können sie sich spezialisieren und sich zu rund 200 verschiedenen Zelltypen ausgestalten. Stammzellen können also als eine Art Ersatzteillager für kaputtes Gewebe gezüchtet werden und so die Grundlage für individuelle Therapien bilden.

Wer dabei jetzt an den umstrittenen Einsatz von embryonalen Stammzellen denkt, der das Absterben ungeborenen Lebens zur Folge hat, liegt falsch. Heutzutage gewinnt man die Stammzellen absolut risikofrei aus dem Fettgewebe und dem eigenen Blut.
Die Fettzellen werden aus dem Oberschenkel- oder Bauchgewebe entnommen. Dazu wird nach einer lokalen Anästhesie ein Stab unter die Hautdecke geführt, der die Fettzellen aus dem Gewebe entnimmt. Diese Zellen werden dann im Labor behandelt. Dadurch kann man die Stammzellen herausfiltern und sie mit Wachstumsfaktoren aus dem Blutplasma anreichern.

Schon nach wenigen Stunden können die vermehrten Stammzellen wieder in die Region oder den Ort der Erkrankung gespritzt werden. Es folgt eine intensive Wechselwirkung mit dem Immunsystem. Die Stammzellen haben zusätzlich einen antientzündlichen Charakter. Auf diese Weise werden geschädigte Zellen, zum Beispiel nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall, vom Körper selbst repariert.

Aber nicht nur nach Schlaganfällen und Herzinfarkten ist diese Art von Stammzelltherapie geeignet. Weitere Behandlungsmöglichkeiten sind:

  • degenerative Gelenkerkrankungen
  • neurodegenerative Erkrankungen
  • Herzleiden
  • vaskulare (gefäßbedingte) Impotenz
  • rheumatoide Arthritis
  • Demenz, Alzheimer, Parkinson
  • Degeneration von Gewebe
  • Durchblutungsstörungen
  • Ulzerationen
  • Diabetes mellitus I und II
  • Maculadegeneration
  • Sicca-Syndrom (trockene Augen)
  • Nierenversagen

Der Verpflanzung von teilungsfähigen Fettstammzellen wird eine große Zukunft vor allem in der ästhetischen Chirurgie wie auch der Wiederherstellungschirurgie (z.B. zur Rekonstruktion einer Brust nach Krebs) vorausgesagt.
Auch in der kosmetischen Medizin gibt es bereits gute Ergebnisse: zur Verjüngung der Haut spritzt man die Stammzellen unter Falten. So erhält man ein optimales Ergebnis ganz ohne Nebenwirkungen.